Labels

abram terz aerztepfusch afrika agnostizismus alkohol alles anarchie arbeit archaeologie aristophanes arno schmidt asteroid atheismus atom auftrag automne Barer80 beckett bernhard bernsteinaugen bestiarium betonieren bismarck blind bluemchen bohemia böhmisch bonaparte Boris Vian brecht brechung brigitte hamann brownsche bewegung bruch buchdeckel buergi bus cafe chateaubriand clark terry cooper daemonen dehnung die fremden diotima doderer dunkle materie eichinvarianz einstein ellington erkennen erotik etym evidenzbüro explosiv faltenwurf fass fermat ferne fische fliegen fontane Form fouque franco franzblei gaensebluemchen gasli gauss gefuehl generator gewerkschaft glueck goethe gott würfelt gradient gratis guertel gurke hamiltonsches prinzip hampelmann hausmeister heimat heisenberg herbst hermite herr fischer hezekiel Himmel hoelderlin hoererin holzfaellen holzfällen hysterie ig farben ishiguro james williams jazz jean paul jungfrau Kant Karl Hagemeister käthchen kauff keilschrift kepler kierkegaard kleist Klopstock kommentar konstruktivismus kosmologie krieg kriegsdienstverweigerer kuk Kundenreaktionen laster Licht- und Schattenton liebe lilienthal lilienthal 1801 lobby logarithmus logik lyrik maennlich massenbach matrix may mehrwert menschenrechte methode der kleinsten fehlerquadrate mikroperverrs Monade mord mulgrew miller müll reden musil nachrede nackig naehe naehe ferne richtung nat king cole naumann newborn niebelschütz nivea oel oersted pedersen oetv olbers oppermann organisation orpheus paris partei party peking peter hacks pflicht philologie physik plagiat planetoid plasma pocahontas poetik positiv preussen privatier programm prolet prony prosa rathenau rechner revolution rhetorik rhythmus richtung ringelnatz rio reiser roda roda rotverschiebung schach schauerfeld schnabel schroeter schulden schwarzes loch seume simenon sirene Socialist sommerfeld sozialismus Spatz spontan sprachzerstörung standardmodell stifter störche strayhorn streik suche sucht sukultur suttner swing symmetrie technik telegrafenmast terror thermodynamik Thomas Mann timmons tortilla trance traum triage triage trivium trivium turing u-bahn unernst ungenau untergrund vega verbrecher virgen virialsatz voegelchen wahrheit wasserstraße wehner welle wieland willen windmuehlen wittgenstein wolf wollen woolf wunderchen würfel zeitfaltung zeitung zettel zettels traum zirkulär zufall zuse zweischneidig

12. Februar 2017

Nicht in Stimmung

Notiert Mittwoch 01 Februar 2017

Ich habe Bedürfnisse.
Ich auch, ich möchte Brötchen.
Das unendliche Werben um das Weib. Das ewige weibliche Werben.



Unrat war gerührt, er versicherte, er kenne – freilich denn nun – seine Pflicht, der Künstlerin Fröhlich alles zu beschaffen, dessen sie benötige. 

Da hat man was!

Es scheitert, weil sie, Däns Franziska, nicht in Stimmung ist. Hormonell schief gelagert. Der ungeduldige Jüngling verzweifelt. Das muss man nicht persönlich nehmen, wenn man sich zu falschen Phasen des Lebens begegnet, man bleibt sich unbekannt, wie man sich zu optimal gelagerten Zeiten vorausahnt.

Ich bilde mir ein, sie denkt an mich; tut sie nicht. Die zu grosse Liebe, die egoistisch eigene Liebe, die versagende Liebe.

Zwei Bemerkungen zu den letzten Posts:

Zu unten: Massenbach ist kein Schmarrn. Es ist das Schmidts Täter-Täter-Umkehr.

Schmidt hätte uns den freiheit-, gleichheit-, brüderlichen Massenbach geschenkt. Dieser hätte mit der preussischen Polizei, drakonische Maßnahmen ergriffen und die Demokratie durch Säuberung geschaffen. Er war Genralquartiermeister, hätte sich Erster nennen können.

Wir singen Beethoven und Schiller schöner Götterfunken auf griechisch-deutsch, ebenso einige festgebürgte Luther-Bachchoräle.

Und warum die Idylle bei H&D so schön ist erschliesst sich aus der Beschreibung von 1806, vom idylischen Richter, er hat sie sogar gezeichnet.
alfred-kubin-der-krieg
kunstler-portratieren-erich-ludendorff

Wir verzetteln uns. Michael Jackson: What about us?

Was will man eigentlich gesagt haben. Auch nach einer guten Geschichte?

Ach so, wir wollten den Nachweis führen, dass die arnoschmidtsche Erotik nicht funktioniert.

Dän und Franziska lieben sich, Dän sagt Franziska sie müssten verzichten, Franziska seufzt, wird immer wieder ekstatisch liebeserweckt, und lässt sich nicht belehren, Dän sagt, dass die Literatur ihn ruft, sie beide als höheren Wert zum Verzicht aufruft, man könne anders nicht produktiv sein, das wolle sie doch nicht, nein das wolle sie nicht, wie er ja Franziska die letzten 1300 Seiten auseinandergesetzt hatte, und wie sie eigentlich nur in Natürlichkeit das Beziehungsgeflecht verstanden hätte, warum sonst sei Poe wohl pervers, hat Dän das unsere gesamte Ubw herausgearbeitet (das Unterbewusste), und Jackson fingerte an Jungs herum, sie seufzt, wie halt ihre versauten Freundinnen auch, an die man sich erinnert, die man aber nicht in das vergeistigte Leben aufnehmen darf, weil sonst wieder irgendein Unterton verloren geht. Lispelte nur Hosianna und entschwand.


Man nehme sich den Namen Pagenstecher wörtlich. Er ist ein literarischer Feudalherr und entjunfert kraft lex primae noctis, die zu Tage geförderten literarischen jungfräulichen Werke, um schliesslich alle Aristokratie, Autorität in Anarchie, erotischer, sprachlicher, religiöser, ad absurdum zu führen. Aber Vorrechte hat Schmidt. Zuletzt erotische.

Nun, wenn er es voyeuristisch vor einer Scheune geschildert hat (Caliban), wollen wir uns nicht zu einem lesbischen Vergnügen einladen lassen. Das kann ich verstehen.

Wir verbleiben mit Roda Roda, was zu Umgehen ist:

Mit Brutalität kann man wohl Reiche stürzen, aber nicht Bleistifte spitzen.

Richtersche Idylle von 1806 mit zwei Toten.


Vielleicht die größte Tragödie des Alters, daß die Vorzüge der Jugend – Leichtsinn, Beweglichkeit, Liebesbereitschaft – beim alten Mann komisch werden.

Gut, gut, das haben wir verstanden. Jetzt überzeugen wir uns, dass diese fade Idee uns erfüllt. Er hat Obszönitäten umgangen, aber na und.

Die mykenische Kultur ist total mit Schrift untergegangen, und darauf bildete sich die radikalgriechische, die sich auch gegenseitig in ihren Lokalkriegen ausgerottet hätten, wären da nicht vorher die Römer mit Vergeltung für Troja gewesen.

Das ist steinalt. Wiederholung. Soll Franziska warten, bis sie es gelernt hat und enttäuscht ist. Die Fröhlich ist schöner
Demi-Mondaine hohen Stils.

Was kann der Leser dafür, dass Dän Franziskas Launen sublimiert.  Auch das macht Unrat schöner, seltener. Franziska wird schon noch darauf kommen, dass die mangelnde Wahrnehmung Däns Arroganz ist, und sie sich nichts vergibt, wenn sie ihn laufen lässt. Ist sie noch selbstbewusst, wird sie einsehen, dass sie etwas erwartet, was nicht schlechter ist. Soll sich alles paaren und sie in Frühlingsgefühlen schwärmen, bis sie einsam ist? Sie ist jetzt einsam, und Dän alt. Später hinge sie tranig mit ihren Blicken, eine Breetpoot, jedem nicht uninteressanten Mann nach. Eine traurige Gestalt, wie sie sie allenthalben sehen kann.

BEIWERK. mimotischer Fasching.

Franziska schon stets in den zurückfingernden Büschen : P. die Mimose.

Vielleicht findet er mit Franziska die Liebe, auf S. 1288 glaube ich ihr den Backfisch nicht. Eine erfolglose Schauspielerin.

Die Liebe ist das einzig legitime Unbewusste. ubw. ( Käthchen, die Irre von Heilbronn. ) Nein, die Literatur!!!!!!!!!!!!!!

Auflagen, wie Marek! Die Extreme berühren sich.



Wir lassen Aschenbach seinen Tadzio und Professor Unrat seine Rosa Fröhlich

Unrat als "Anarchist" in falscher Bedeutung als Zielsetzung.
Sehr interesant ist Lohmann. Er ruft wie ein Mädchen nach der Polizei nachdem Unrat ihm das Portemonnaie klaut und seine Rosa/Lola fast erwürgt.
Das Bezeichnende geschah aber vorher. Fröhlich bezeichnete seine anvisierten militärischen Reitkünste als Zirkusnummer, worin schon Unrats Wissenschaft auftrat. Die Enttäuschung die dem Eintänzer Lohmann bevorstand, war nach Kadettenanstalt und verpasstem Krieg, die Anwendung militärischer Zirkuskünste, die sich dann unter Rathschen Autoritäten selbst an Mord, sogenanntem politischen, ausprobieren sollten, an Rathenau. Ein Attentäter wurde erschossen, der andere erschoss sich danach selbst. Die
dilettantische Flucht begannen beide mit dem Fahrrad, als ein Steckbrief über zwei Radfahrer ausgegeben wure, sah man im ganzen Land eine Vielzahl dieser Pärchen auf dem Fahrrad, wahrscheinlich Sympathisanten dieser smarten Jungs. Ihre Flucht über die Ostsee ins Ausland scheiterte, weil sie den Termin für das bereitgestellte Boot um einen Tag falsch abpassten.

Die Wissenschaft –«
Er zeigte auf Unrat.
»– und die Kunst –«
Er zeigte auf sich.
»– kommen allemal aus demselben Käsegeschäft.«
...
Er machte Verse, auch auf sie – nun ja. Der Gegenstand war doch gleichgültig für die Kunst. Wenn sie meinte, daß das etwas beweise ... Sie tat beleidigt, er lachte ihr ins Gesicht, das machte sie natürlich erst recht auf ihn versessen.
....
Es gibt, von den Zirkusleuten abgesehn, in ganz Deutschland keine hundert Personen, die hohe Schule reiten können.«
Nun lachte sie ganz offen.
»Aber denn werden Sie ja selber 'n Zirkusfritze. 'ne Art entfernter Kollege von mir. Wie ich das finde.«
Insofern können wir Manns Roman abschliessen. 

Genial darin, wie Unrat über das kitschige heinrischmannsche Bild der ihn an die handnehmenden Tochter Fröhlichs sinniert.

Der Haß als Gegenstück und Vervollständigung der Liebe ist wieder schöner.

( Wir zitieren aus dem e-Text.) 

Was uns erspart geblieben wäre:
Das Ende eines echten Liberalismus, da Bismarck denn nicht mit seiner Vereinigung versenkt hätte.
Der Sozialismus, da Ludendorff ihn nicht gekauft hätte ( für 27 Mio., ein Prozent des Wehrbudgets.)

Schmidt dichtet wegen Klabund nicht. Gegen englische Gedichte ist er nicht abgeneigt. Sind die nicht niederdeutsch?

Wir tauschen Lego Nexo Knight Power, 125 Permutationen und dafür 4-einhalb Milliarden Zahlen. Für die Erwachsenen sieht das ähnlich aus. Scannen Rabattcodes, permutierende QRcodes. Kucken auf unserer soziopathischen Beziehung als binärzahl, um sie in einer  zehnstelligen Logarithmentafel einzusortieren, und nach neuen Namen zu suchen und auf Vollständigkeit hoffen, gedankenloser Erweiterung gewiss. Lassen uns sinnlose links generieren, die unseren Erwartungen entsprechen, und sortieren das Vorhandene ein, es ist grenzenlos aber nicht erweiterungsfähig. Die Ergüsse des socialbots. Das Bedürfnis besteht nicht. Der neuen Idee unfähig. Aber wir sollen freundlich sein. Der neuen Comicfigur fähig. Wir geben unseren ewig gleichen Kommentaren neue Nummern. Und teilen alles mit. Die Leute stehen atomisiert an der Bushaltestelle und besehen ihre Smartphones, whats-app?, und sind leichenbläulich beleuchtet. Sie sortieren id's. Wollen keine verpassen. Nichts bewegt sich außerhalb ihrer Logarithmentafel. Sie wissen nicht wie sie hergestellt werden. Sie brechen nicht  aus. Ihr Leben wird nicht erweitert.

Wir schreiben  los, denn diese Zettelverwirrung werden wir nicht nachholen. Unser endlich-unendliches Umfeld befreit nicht. Die Grenzüberschreitung muss uns einfallen. Wir können sie uns nicht vorstellen. Die Tabelle hält uns gefangen. Wir haben zuviel, wir wollen nicht mehr.

Ich wollte etwas anderes sagen? Wo blieb die Assoziation?

Reichtum lässt Bescheidenheit, Demut, nicht mehr zu. Aufstand auf dem Hinterhof, wir wollen keine amerikanisches Geld, sondern Bildung für alle. Die Flugzeugwentwicklung in den 1910ern, 20ern, 30ern. Bildung alles innerhalb kürzester Zeit, nachdem die Idee klar war, die Begabung war da, auch der Idee, zum Beispiel Heinkel, Tupolew war 36 bis 42 im Gefängnis und erhielt danach den Stalinorden! Es kommt auf den Einzelnen nicht an, auch Mao nicht. Den Geldkreislauf haben Unrat und Fröhlich auch schön verstanden.

Was besitzen wir gemeinsam? Wir haben keine Ahnung, wissen nicht, was wir tun. Suchen Erlösung, aber das bitte soll uns abgenommen werden.

Wo die Erfahrung endlich ist, auch für den pornografischen Adabei.

"Die "wahren Abenteuer” (wenn man diese romantisierenden Vokabeln überhaupt verwenden will) sind und bleiben die immobilen, privat-intimen einsamen Abenteuer des Geistes, die erst dann möglich werden, wenn die Bedürfnisse des Körpers möglichst energie- und zeitsparend zufrieden- und ruhiggestellt sind.  "

porno ( nicht verantworteter link.)

Wir geben Franziska Zettels Traum, das Buch, sie knickt etwas ein, dann legen wir Sigloch Geschichte der Luftfahrt, und Geschichte der Eisenbahn obendrauf, wenn sie jetzt nicht zusammenbricht, sieht sie anders aus :Fettiges, struppiges kurzes strohiges Haar, blaue Schlabberlatzhose, bekotete Gummistiefel, klein gedrungen, gelbe auseinanderstehende Zähne, gesprosste , unreine, rotfleckige picklige Haut, aufgeworfene kurze dicke Schweinenase, kurze stämmige Beine und Waden, drall, derb. "Bring das in den Stall und hol einen Kasten Bier!" "Bist es gewohnt."

Fett aus der Biodieselherstellung, dioxinhaltig, im Schweinefutter: Seveso ist überall:

Dioxin, Chlorchemieskandal,
gift-aus-der-fabrik-der-duefte
und Holzschutzmittelskandal
baulinks
spiegel
mit
gefälschten wissenschaftlichen Gutachten. Wie bei Roda Roda.

Im letzten Band laviert Schmidt  zwischen allen seinen Standpunkten. Er steht mit seiner These weniger unter Druck. Eine Zettelnotiz hat er nur einmal rezipiert, kein zweites Mal neu eingeordnet, weswegen sie dasteht, wie sie dasteht, eindimensional reflektiert. Man kann den Band einzeln herausgeben. Franziskaeuropa ist geraubt.

Assoziationen für den Augenblick.

Wir lesen Toynbee. Die Barbaren brachten die griechische Spare nach Griechenland, die Kultur von Mykene ging mit Schrift und Sprache unter. Eine seltene Katastrophe, aber nicht einzigartig.


( Vielleicht: Kulturpessimistisch-deterministische Haßprojektion: Gerhard Schröder der Oswald Spengler der SPD.)  

Daher meinen viele Althistoriker und Archäologen, dass die Schriftlichkeit mit der Zerstörung der Zentren um 1190 v. Chr. verloren gegangen sei.

Untergang des Abendlandes, ergebnisoffen.
 

Im Leopard:

Auf dem hageren Gesicht lag eine metaphysische Melancholie: der Tag war schlecht gewesen, es war ihm so vorgekommen, als sei Guiscardo, der irische Fuchs, nicht gut aufgelegt, und Fanny hatte es nicht einrichten können ( oder wollen?), ihm das übliche veilchenblaue Briefchen überbringen zu lassen. Wozu war dann der Erlöser Mensch geworden?

Es war ein Garten für Blinde, die Augen fühlten sich ständig beleidigt, aber der Geruchssinn konnte ihm ein starkes, wenn auch nicht feines Wohlgefühl abgewinnen. Die Paul-Neyron-Rosen*, die er als keine Pflanzen selber aus Paris mitgebracht hatte, waren entartet; erst angeregt, dann von den starken, träge machenden Säften der Erde Siziliens erschlafft, von den apokalyptischen Julimonaten verbrannt, hatten sie sich in eine Art fleischfarbenen, obszönen Kohl verwandelt; aber sie verströmten einen dichten, fast schamlosen Duft, wie ihn kein französischer Züchter zu hoffen gewagt hätte. Der Fürst hielt eine von ihnen unter die Nase, und er meinte den Schenkel einer Tänzerin von der Oper zu riechen. Bendicò, dem die Rose auch hingehalten wurde, wich angeekelt zurück und beeilte sich, zwischen Dünger und ein paar toten Eidechsen zuträglichere Sinneseindrücke zu suchen.
    * *Poluantherrose/Polyantha   
Das Deutsche einer Personen kommt darin stereotyp weg, wir sagen wo die Zitate herkommen.

Also zetteln wir selber weiter, im Horror unsere literarischen Gutscheincodes nicht mehr einlösen zu können. Die Welt ist mit ein paar Autorbekannten übersichtlich endlich.

Aber man sollte die Vielfalt abbilden, in ihren engen Grenzen. Die Schweinenase, die gelben dicken Zähne, krummen Beine etc.

Der Fürst besaß als  erster (und letzter) eines großen Geschlechtes , das sich Jahrhunderte hindurch nicht darauf verstanden hatte, auch nur seine Ausgaben zusammenzurechnen und seine Schulden abzuziehen, eine starke im Realen verwurzelte Neigung zu den mathematischen Wissenschaften.

Katholisch. Drall derb

Das wird gedruckt, nicht korrigiert. Lieber Herr Heike, das kann man bei Schmidt nicht herauslesen. Ach wirklich?

Erotik ist ein Geschäft, in Samenbanken Spenden verwechseln. Franziska mach es selber!

Und zu keinem Geschäft des Bücherklauens im Steinernen Herzen, man kann statt Vorsatzblätter etc. zu fälschen, ausgebleichte Buchrücken, aus Leinen, Leder bleicht nicht aus, prima mit Buntstift im richtigen Farbton wiederherstellen.

6. Februar 2017

Antipellin, das beste Mottenpulver


»No, was haben S' denn?« fragte Dr. Brzezlarzik – wie schon der Name sagt, Universitätsprofessor zu Wien. »Was haben S' denn?« fragte er freundlich.
Der Fabrikant biß sich in die Lippen. – » ...Herr Hofrat,« sagte er, »da ... muß ein Irrtum geschehen sein.«
»No, no, wo is denn ein Irrtum geschehen? Mir werden schon machen.«
»Alsdann ... Sie erinnern sich vielleicht, Herr Hofrat, daß ich da vor ein paar Wochen bei Ihnen war – wegen einem Zeugnis, ich bitte?«
Professor Brzezlarzik konnte sich aber nicht erinnern.
»Wegen einem Zeugnis, ich bitte, Herr Hofrat. – Mein Name ist Edhofer.«
»Ah so – ja, ja, ich weiß schon. Die Malzbonbons.«
»Nein, entschuldigen schon, Herr Hofrat, keine Malzbonbons. – Antipellin.«
Herr Edhofer lehnte sich zurück und erzählte:
»Antipellin, das beste Mottenpulver. Seit zwanzig Jahren erzeugen wir, ich bitte, Insektenpulver aller Arten. Es fehlt uns nicht an Anerkennung – wir sind auch Hoflieferanten gewesen Sr. Majestät, des Fürsten Nikolaus von Montenegro. Wir haben Dankschreiben für unser Insektenpulver von alle mögliche Kapazitäten und hohe Herrschaften – aber, mein Gott, man kann die Dankschreiben nicht veröffentlichen, denn wer weiß, obs denen Herrschaften recht wär. – Und da haben verschiedene Schwindelfirmen in der Insektenpulverbranche Atteste von – Gott weiß, was für – obskure Assistenten und Czernowitzer Professore. Hab ich mir gedacht: Mein lieber Edhofer, gehst hin zu unserm berühmten Hofrat Professor Brzezlarzik, bringst ihm ein paar Flascheln Antipellin und bittest ihm, das Antipellin genau zu untersuchen, wissenschaftlich zu untersuchen – chemisch, bakteriologisch, experimentell – und mir dann ein Zeugnis auszustellen, was man in die Zeitungen inserieren kann. Und so bin ich halt die Tag dagewesen.«
»Ja, ja, ich weiß schon. Vor zwei Wochen – nicht wahr?«
»Jawohl, Herr Hofrat. Und da vor drei Täg schick ich meinen Prokuristen her – und er legt, ich bitte ... no, ich erwähns ja nur der Ordnung halber ... er legt ein Kuvert mit fünfhundert Kronen auf den Tisch ... und ... bekommt ein Zeugnis.«
Herr Edhofer zog einen Bogen hervor.
»No also, Herr Edhofer – Sie haben ja das Zeugnis, wie ich sehe?«
»Ja, Herr Professor – ein Zeugnis hab ich schon bekommen ... aber was für eins! Bitte, lesen Sie's selbst!«
Der Herr Hofrat schob die Brille zurecht und las das von ihm selbst ausgestellte und unterschriebene Zeugnis. Es lautete:
»Ich habe mit dem mir vielfach empfohlenen und auf der Weltausstellung zu Chicago mit der Goldnen Medaille ausgezeichneten Antipellin-Mottenpulver wissenschaftliche Versuche angestellt und folgende Ergebnisse erzielt:
Eine Brut der Pelzmotte (Haarschabe, Tinea pellionella L.) ist, in das Antipellin gebracht, schon nach überraschend kurzer Zeit vorzüglich gediehen. Die Raupe, welche sonst nur etwa 6,7 mm lang zu werden pflegt, war, unter Beisatz von Antipellin erzogen, 10 mm groß, voll entwickelt und überaus kräftig.
Ein noch besseres Resultat ergab die Raupe der Kleidermotte (Tinea sarcitella L.), welche, mit Antipellin ernährt, Prachtexemplare lieferte, die von der Schnauzenspitze bis zum letzten Hinterleibsring 11,05 mm maßen.
Ich stehe daher nicht an, das Antipellin für das beste aller existierenden Mottenpulver zu erklären, und bitte Sie, mir noch sechs Flaschen davon für meinen Privatgebrauch zu senden.
gez. Dr. Brzezlarzik,
  1. ö. Universitätsprofessor.«
Das war das Zeugnis. Der Gelehrte faltete es und sprach:
»Ja, sehen S', mein lieber Herr Hoflieferant, dieses Zeugnis is ein Blödsinn – das seh ich ein. Das is halt in meiner Abwesenheit von meinem Herrn Assistenten verlämmert worden. – Aber machen S' Ihnen gar nix draus, Herr Edhofer – ich bin ein reeller Mensch, ich hab das Prinzip: Nichtkonvenierendes wird anstandslos umgetauscht. Lassen S' Ihnere Flascherln da – lassen S' das Zeugnis da – ich wer persönlich eine neue wissenschaftliche Versuchsreihe anstellen – das wird dann ein ganz andres Zeugnis. – Aber wer ist an dem Mißverständnis schuld? Sie, Herr Fabrikant. Nur Sie. Wenn ein Gelehrter, ich bitte, eine wissenschaftliche Versuchsreihe anstellen soll, ich bitte, muß man ihm vorher klar und deutlich sagen: das und das soll sich bei die wissenschaftlichen Versuche herausstellen. Danach richtet der Gelehrte seine wissenschaftlichen Versuche ein, und sie gelingen.« 


31. Januar 2017

Hermann und Dorothea


Boschtryptichon statt Logarithmentafel. Ist er in Abend(wolke) mit Goldrand auf der Suche nach der sinngebenden Einheit? Zum Beispiel soll man ein Bild seiner Zeit geben! Warum? Das Bild soll wahr sein. Dann weiter der Wahrheit dienen. Tut das der Schriftsteller? Der berufene sollte es. Somit ist er der Wahrheit verpflichtet.


So blockartig, könnte von Manet sein
Hermann und Dorothea in Stanzen? Hexametern. (Sechshebern und etwas mehr Senkern, Sexhebern.)
Und so kam auch zurück mit seinen Töchtern gefahren
Rasch, an die andere Seite des Markts, der begüterte Nachbar,
An sein erneuertes Haus, der erste Kaufmann des Ortes,
Im geöffneten Wagen (er war in Landau verfertigt).
Lebhaft wurden die Gassen; denn wohl war bevölkert das Städtchen,
Mancher Fabriken befliß man sich da, und manches Gewerbes.
Nachklapper, nachklapper.
Trotzdem zweimal zum Weinen schön und idyllisch.
Trotzdem schreiben wir weiter, weil es auch unser Stil ist.
Die Ablehnung der Poesie hat mit Musik zu tun.
Oder anders gefragt. Warum schreibt man eine dürre Handlung in komplizierter Form? Nebenbei hat Schmidt nicht diese Animositäten gegen Poesie in englisch. Nach Auschwitz kann man kein deutsches Gedicht mehr schreiben.
Könnte man schon mit Goethschem Antrieb. Und zwar aus folgendem Grund: Form. Man setzt sich mit einer Formtyrannei derart selbst unter Druck, dass man darunter zusammenbricht, und hemmungslos am Inhalt arbeitet. ( So gesehen ist die Sprachzerstörung ein persönlicher Sprachzusammenbruch. )
Klopstock bricht am Hexameter ohne In- und Halt zusammen.
"Wenn er sich, einen großen Tag, uns offenbarend eröffnet ...",
es reicht, könnte von mir sein.
Bei Goethe liegt die Motivation eher an den blassen Hauptcharakteren, von denen er ablenken will. Eigentlich eindringlich ist Dorothea nur, als sie von den Kundschaftern geschildert wird.
Wenn uns die Verslehre lehrt, in praktischem Gebrauch bräuche man nicht Anapäst und Daktylus auseinanderhalten, macht es Adorno falsch, mit Wiesengrün für Beethovens Sonate falsch , nicht da di di sondern di di da.
Der Autor der Verslehre meint, das käme von der Reihung : da di di da di di oder di di da di di da zerfallen gereiht innerlich beide in di da di und so weiter. Aber eben nicht in der Musik. .. da di | di da di | di .. .. bzw. .. .. di |di da di | di da ..
So schreiben auch wir, wir schreiben auch so. soso.
( Fachexkurs : — u u ist der Daktylus, u u — der Anapäst. somit
.. .. — u u — u u .. .. soll sein .. .. — u | u — u | u .. ..
.. u u — u u — .. .. soll sein .. u | u —u | u — .. ..,
( ist es bei Beethovens Arietta-Thema aber nicht, Thomas Mann und Adorno skandieren es mit Líebesgrund, Wíesengrün falsch. Eher: Er sehnt sich .... nach dem Wáld. )
Dann gleich schimpft wer:
" Götzendiener", so wettert er, "Gotteslästerer und geistige Hurer" in der Einsamkeit seiner Kammer gegen die Mönche . " Sie geben sich als Christen aus, aber der Teufel wußte", daß sie "als die bösesten und verworfensten aller Menschen gelten würden Die schlimmste Sorte Mensch, die bis zu dieser Zeit auf dem Erdboden geherrscht hat..."
... ?
Das ist der gläubige Newton, der systematisch betrachtet und den die Habgier und Ehrsucht der allgemeinen Emporkömmlichkeit wütend macht. ( Es wird niemand puritanisch angebetet. )
So wäre was Erfolg? Und jedenfalls ist der nicht schlecht. Oder habgierig.
"Es wird also offenbar, dass also nicht nur einige ungewöhnliche Personen Ansehen gewannen, sondern der ganze Klerus."
Das ist Erfolg! Ansehen!
Und Fats Waller eifert ihm, erfolgsuchend, nach, weil das verlangt wird, dabei liebt er die klassische Musik und baut sie in den Stride ein, wie CPE Bach. Nur vernachlässigt er das, was er begnadet außer seiner Clownerie, Vaudeville, nennen könnte und nur er kann. Aber alle sind heilig, das Tier der Apokalypse. Die Newton aber in der Vergangenheit um 480 und darauf verortet sowie einige Ansichten zur Erwartung des Messias Er war Arainer, der die Dreieinigkeit ablehnte.a
Womit wir vor Buch VIII zurückblättern und sehen wo Schmidt mit seinem Atheismus fehlgeht, schwächelt, er kennt wohl seinen Feuerbach. ( Die Sehnsucht nach dem Jungbrunnen, für ewig tierische Lust. Lieber Schrumpfköpfe der Ahnen ehren.)
Und wie er es falsch kompensiert. Er will wahr sein, aber wie macht er das denn nun noch?
Wir werden fündig sein. Sicher. Und wenn nicht.
Darauf ein Bier der Münche. Ach ja Franziska und der Bierkasten.

14. Januar 2017

1288

Created Freitag 30 Dezember 2016 

Seite 1288 Zettels Traum (Faksimile) ist ein Beispiel, dass er alles relativiert, ohne einen Fehler gemacht zu haben, ob er weiter zu einem Ergebnis gekommen ist, oder eindeutig ist, er bezweifelt es, und beschreibt die doppelte Lesweise des Fachidioten. Der Bedarfte muss alles zweimal lesen, zuerst zwischen den Zeilen und dann auf ihnen. 

@St. :
Die Poetik lehnt er wegen Klabund ab, Hölderlin, er wird eingeklebt, wird nicht rezipiert oder mit den hergebrachten Vorurteilen, von Rilke und et al.
Ein einziger Verweis im Fouqué. Hölderlin hatte seine Barbaren. = Kleists Hermann.
Klabund wird hymnisch in der DDR gesungen, Kaiser Wilhelm wird gegen Kaharl Liebknecht und Rosa Luxemburg getauscht.  s. Peter Ensikat. 

Brüderliches Bild

Er hätte sich dafür interessieren können, ob Hölderlin ein Jacobiner war, war er nicht, aber Georg Forster. 
Erklären Sie sichs,  aber nicht anderen. [ Dichtergespräche ungedruckt. ] Paradiesisches: Sex und Kulinarisches ohne Geist und Witz. Vielleicht ist Paradiesisches Genuß nur ohne körperliche Beschränkung. Wo ist Liebe? [ Einigkeit!=licher Beifall.  ] Die Hominiden als müßige Arbeiter, genügsames Proletariat.  
@S-b.
Massenbach so ein Schmarrn. Gar nicht. Schmidt "meinte", ein unter Frankreich unter Preussen geeintes Deutschland sei die freiheitliche Demokratie, und Gervinius kennt er auch nicht (aber Klabunds 2. Literaturgeschichte), oder Thomas Müntzer, dessentwegen wir heute beinah gregorianische Choräle auf deutsch sängen, wie die Donkosaken. Ein Eid wird ab- und angelegt. Gewendet. Göttinger Sieben.


Und die Widerlegung des Atheismus ist nicht die Anbetung vieler Götter sondern seine Suche nach Wahrheit. 


Gordon Craig, die Politik der Unpolitischen ( Schriftsteller und Historiker (Müller!) 

Immerhin schöne Seite 1288 und so viele Leerseiten im Studienexemplar, kann man bemalen. 
Wir können aufrecht loben die zweifelhafte Arbeit*, Schmidtah=anpreiser,  wenn man ehrenhaft davon nicht leben kann. Und wir freuen uns mit Ihnen über das zaghafte Erringen der Wahrheit.

Auch als Hausbesitzer in Terrorzeiten reagiert man entschieden nervös auf den drohenden Wertverlust bei abzusagender, weil betroffener, Lage. ( W I R
können uns den freilaufenden Amok leisten. ) 
Als Mieter kümmert das einen nicht,  fällt die Bombe,  brennt das Haus,  zieht man um. Nicht immer sind Mieter so bekümmert um ihr Wohnen, sondern sehnen Bomben herbei. Trotz Wohnungsbauprogramm.

Wir haben alle Vorurteile beisammen,  es gehört Herrn D.  und  St. ist zweifellos Mitarbeiter.  Werden selbst auf S. 1288 aufgegriffen und bestätigt. 
 
Und "ein Index wär was Feines", wir haben einen, Stichwortverzeichnis, Schlag=(das)Wortkatalog, und das unvollständig! Wir haben nicht Stündels Register zu Zettels  Traum und die Bargfeldausgabe auf CD zum Durchsuchen.

Vielleicht ist sein Verdienst uns solange bei der Stange zu halten, bis wir uns selbst ein Bild gemacht haben. 

Ein Atheist sucht schon nach Wahrheit, nur gefunden hat sie noch keiner.
 
Vielleicht findet er mit Franziska die Liebe, auf S. 1288 glaube ich ihr den Backfisch nicht. Eine erfolglose Schauspielerin.

Auch schön der Gedanke, dass Unsterblichkeit ein körperlicher Makel ist, ein grosse Nase um Dynastien zu gründen, oder die Lippen.

Es geht programmatisch weiter: Anleitung zur  Werdung des klassischen Literaten der "Zukunft".

Wird mit Göthe fortgesetzt. 

* Haben sie das Versmaß erkannt?

31. Dezember 2016

Heikes Reim

Heikes Reim
Heikes Feind greint.
Heikes Pein.
Heike meint: weile weit Feind.
Heikes Feind weilt weit.
Heike: feinfein.
Feind: Heike mein?
Heikes Feind weint.
Heike leimt.
Heike feilt.
Heike seifzt.
Feind keimt.
Heike reift.
Heike weicht.
Mai eint Heike, Feind. 
Kein Stein scheint.
Heike schleimt.
Heike speit.
Heikes Feind: Eiei.

28. Dezember 2016

dae n



Diktiert an Eckermann Donnerstag 15 Dezember 2016

–––––––>8–––––––––>8–––––––––>8–––––––––>8–––––––––>8–––––––––>8–––––––––>8–––––––––>8–––

Er beschleunigt, S. 1149 Buch VIII. Im Reiche der Neith. (
den (nicht existenten) Mond Neith (Venus) , ein Asteroid, oder eine agyptische (Kriegs=)Göttin, Königin und der Bogen zwitschert nicht, ihrer, einer Walküre.)
Panentheismus
( Der Gott ist )=theis–mus. Was wahr ist, existiert.
Mir geht das Englische auf die Nerven.
Den S (=Sexualitäts)-Komplex, kann er nicht bei Rabelais und Cervantes anbringen, in Frankreich bei Balzac nicht mehr, und in Deutschland ist man 100 Jahre hinterher.
Sein [x] 1. Atheismus bleibt das Wichtigste. Wie im Folgetyposkript. Können wir bei Klabund klarer lesen. Wir wissen um seine Irrungen. Klar und so viel, o Sophie, können wir nicht.

Fünfhundert Dissertenten behandelten das Thema: Die Gesinnung, Absicht des Autors lässt sich an Zettels Traum an beliebig herausgegriffen Seiten belegen, ist in allen je drei Seiten abzuleiten, herauszulesen. Fünf Seiten werden zufällig gewählt, falls die ersten zwei noch zur vorigen Dreiergruppe gehören, und das Trivium abgeleitet. Mäßgier Erfolg mit vergeudetem Fleiß, Herzblut, genötigter Liebe.

Habilitanten bearbeiten:  Für das Spätwerk gelingt der Nachweis nur alle fünf Seiten!
  

Ob seine S–Sublimierung fruchtbar ist, fragt er,  in seinem Spätwerk und dreht mit seiner Fr. === Geschichte auf, .... Ob die reale Sterilität ein 95%iges literarisches Gegenstück hat, er zweifelt. Die Erotik bröckelt, die Rasanz steigt.
Wir inspirieren uns mit Zetteln. Zuviel Erwartung, zuviel Enttäuschung. Unser Trost.
Bringt die Schwester ihre Virtuosität in Erkenntnis der Azidose aus der Blutgasanalyse an, ist es spät, spät. 

[✓] 3. Erotik: Für das männliche Kastenwesen der westlichen Welt der Vorschlag: Der Mann ist nicht priapistisch, sondern lässt sich Zeugung bezahlen, wie früher die Mitgift und im tragischen Indien die Hochzeit, die teure für Mädchen, als Gegenpart zur alleinerziehenden Bankräuberin, der alleinzeugende Menschenhändler, 1000 pro Kind, 10.000 bei Edelrasse (zur Zeit der Verdienst von zirka vier Jahren!). Eine reziproke logarithmische  Progression, das 12. fürn 10er. Das war Konsens, und es stehen am Grazer Damm die Bauten von Behausungen des Edelzuchtviehs des Programms, das es der Gemeinschaft wert war. Und man versteht patriachalische Logik. Ein glänzende Möglichkeit, für erotische Schriftsteller am Existenzminimum zu leben, meinten sie es ernst. 

Die amerikanische Frau verkauft sich. Nicht weil sie käuflich ist oder verzweifelt oder auf Liebe verzichtet. Im Westen herrscht Mangel, sie versucht auf der Auktion das bestmögliche Ergebnis nach ihrer Wertvorstellung zu erzielen. Wenn sie die Wirlichkeit eingeschränkter Wahl hinnehmen muss, erlangt sie mit mehr Erfolg den größeren Handlungsfreiraum, sie ist eine Investition. Romantische Liebe, Selbstbestimmung, weibliche Allüre freibleibend. In puritanischer Ethik ist Erfolg gottgefällig, und die Liebe unterzuordnen.
 
Die Schwester braucht zwölf kleine kleinhirngesteuerte Chirurgen für eine ganze Liebe. Wir dichten patriotische Hymnen auf sie.
Es wird eine Haftung der Ärzte geben, rauben sie AOK-Patienten aus, wenn sie ihnen die Gesundheit verspielen, wie bei Banken. Kann sich ein Kranker vorstellen, dass es eine Ethik ohne Moral gibt, er seinen Zustand wissen kann, und er eine Laktatazidose hat? Bildung. Lactatacidose. Wusste er, dass er keine Alternative hatte, der Rat war auf seine Geld=Leistung aus. Bildung hin oder her, die Lebensweisheit des Anteils Lust am Sterben hat man nicht parat. Die Lust hat der Chirurg und der Passive das Geld. Es wird Risikoklassen der ärztlichen Beratung geben müssen. Ich Sterbender lebe kurz und leide lang, in deren Fabrik, Bismarck hat es als Erpressung der Sozialisten gemeint, nicht der Aristokratie, verkehrte Welt. Im Recht. Deutsche suchen sich nicht aus, sie lassen  sich vorschreiben, wie sie sterben, preußisch pflichterfüllt, da hat man was. Leistungsdenken, das Fleisch hält her, der Knopfdruck bei Klabund, der Chemie freisetzt. Leichen. 

Wir sind auf Seite 1149 Din A drei, 2300 Din A4, statt serbisch gelernt, das englischtümeln nervt, wir lesen es nicht. Wir lesen Our Mutual Friend und verstehen. Ich merke, dass ich vom Besten zuviel kriege. Die englische Sprache bröckelt, das Deutsche kitten wir. Geschwätzig im Telegrammstil, dicht in zitierter Substanz.

Die Idee fehlt, er treibt zurück. Wie erscheint das Buch? Ein Titel, ein Muster auf dem Einband. Am besten hat der Titel ein Muster in Dreideutigkeit. Ein schönes Buch darf schön aussehen. Wir wählen das Einbandmuster passend zum Inhalt. Sein Muster sähe gehackt aus. Er preist das Typoskript an. Geben wir ihm unsere in seine kleine Hand, wie er will. Die Typografie sei Folge der [✓] 2. Sprachzerstörung, das stimmt nicht, das Buch kann man vorlesen, die Sprache ist unauffällig und normal, er hat die Vorstellung des Druckwerks in Vorgabe der Norm zerstört, und muss ein echtes Buch in Wasser tauchen. Das bläht sich. ( Bruchschreibweisen liest man in variierender Wiederholung. )

Sozialistische Auftragsgedichte von Klabund. Der Expressionismus hat Stärke im Programm.

Es fragt sich, Millionen verhungern, das Ganze bleibt bestehen, sind wir nicht an unsere Herdenlogik gebunden, frönen ihr, wie Klabund sagt, zwölf englische Fräuleins für eine ganze Liebe lieben, weil sie zu klein sind? Zwei bei Laxness wiedergefundenem Paradies, vier bei Manns Jakob. Kann der Diktator das Ganze erkennen, oder statt Wahrheit nur falsche und opportune wissenschaftliche Theorien von Profiteuren wählen und Kritikern Sabotage und Verrat unterstellen. Jean Paul beimmergrünt den Riß zwischen Existenz ( = Wirklichkeit ) und Wahrheit. Fürs große Ganze? Bescheiden sein, wir Lumpen, das Ganze nicht erkennen können sollen. Kann der Diktator millionenfach lieben? Sie behaupten es.
Der Phall ist ein Fall, das ist Rück=und=antisublimierung. Es hat nichts mit Phall zu tun. In der Diktatur muss die Lüsternheit die Intelligenz überdauern. Das ist die Logik. Kapitel, Was die Greise die Liebe kostet, bei Balzac. Sind wir, Männer und Weiber, gemeint, ich? Ich denke darüber nach.

Sublimierung. Ist das Thema nicht spezieller, an Schopenhauer geschärfte Theismuskritik? Der war schief gewickelt. Wir verzetteln uns, schnipp jeschnapp. die Schere klappert, schneide es aus und wirf es weg, aus dem Notizblog. Geht nicht.
Inspirieren an jedem Absatz.
Wir belehren die Jugend, es verplätschert, vertändelt, treibelt, dallowayt.

Wir nehmen Arno ernst in seiner Spezialität, für wahrhaftig, was er kaschiert: Die S-Entym=Deutung hat ihren Sinn, nimmt man den begrenzten Schmidt=Kanon seiner Studierstube, die Perversion, die er ausspricht ist anzutreffen, es ist die Zeit des Barock bis zum Biedermeier und weiter solang es verklemmt bleibt. Für ihn ist es unbegrenzt an Viefalt! Er kann seine Grenzen nicht erreichen. Wilhelm Busch bleibt aussen vor, er kennt ihn nicht, wie seinen Zeitgenosse Simenon, der den sexbessessenen Chirurgen zeichnet, der die Mutter sucht? (Hier irrt Maigret, Maigret se trompe.)
Die Wahrheit sucht er in seinem literarischen Gesamtrahmen, dem Teil=Universum. ( Nachweislich ein ernstes Thema, die Menge aller Mengen. ) Existiert sie für mich? Ich mag! Ich will den Seufzer lesen.
Ein Fehler, ein Fehler, ein Atheist sucht keine Wahrheit! Und lügt man, kann man reich werden, eh? Herr Schmidt? Mit dem Nachlass wird gekämpft. Julianische Tochter hört nicht, Fats Waller nicht.

Zu speziell und speziell. Unvollständig, elliptisch. Unser Artikel. Das Thema ist unerwartet universell, wir beschränken uns ab nun. Sprachbeschränken uns. Alles was logischerweise übrigbleibt.

Der Autor versagt sich das Ganze als Trost, stülpt den Handschuh um und zieht ihn über die ganze Welt. He has got the whole world in his Hands. Hilf einer mir Unterdrücktem! Nein? Ich! Hilft mir nicht einer aus der Legende, wie hieß er noch,  Fr.  war B.  und er S.? Wie sagst du Friedrich? A.? Ja selber hic salta.

Mit dem Heftchen œuvre stehst du vor deinem Grabstein, und hattest nicht gewagt. 


––––––––––––8<––––––––––––8<––––––––––––8<––––––––––––8<––––––––––––8<––––––––––––8<––––––

9. Dezember 2016

Aufgabe II

Gelöst, Samstag 26 November 2016

Eve: Aufgabe?

Wall-E presst einen Müllwürfel.
Wall-E: Aufgabe?
Evaaa: Geheim!

Die Gasli: Ein Roman! Ein Roman! Ein Klavier! Ein Fahrrad!


Im Traum geistert ein riesiger
Haufen Streichhölzer, den ich zählen soll.
Das ist unmöglich, ich fange dennoch an, immer wieder, schichte kleine, kleinste Teilhaufen, die den großen unerreichbar machen und die Verzweiflung überkommt mich, weil ich nicht enden werde, ich werde immer ohne Ergebnis, oder mit einem falschen, weiterzählen. Im Wachen ist die Aufgabe nicht unbeherrschbar, ich kann sie abschätzen, mit ausreichender Genauigkeit, mit Fehlerabschätzung.


;-:! ;S begegnet ihn´n 1, auf einem Blatt schwimmender Däumlink - :Mitter Rechten hielt er ein Näpfchen;mit der Linken 1 Griffl (Pipette)... - :...-:den Griffl stekkDe er i(n)D(ie) See ;-:! - ;& ließ Davon Wasser i(n)d(en) Napf trie/opfön :'''-:war der Napf foll, so goß er=ihn aus; & Phyllte dann von=Noyem:'Ihm seye auf=erlegt, die See so zu Messen,  :biß a(n)d(en) JynxDÄN Tac.! 

 

Ich fliege, ich tauche, ich stolpere über Felsklippen.

Ich fliege: Es beginnt mit einer lähmenden Verfolgungsjagd, der Verfolger holt auf, mein Lauf wird immer gelähmter, wie am Meer, halb im Wasser, ich rudere mit den Armen, ich schlage mit den Armen, nichts passiert, die Jagd ist bald beendet, an einer Senke fällt der Verfolger zurück, ich armschlage weiter, dann schliesslich bekomme ich Auftrieb, kraftlos zu Beginn, kraftlos weiter, dann genug um sich der Reichweite des Verfolgers zu entziehen, ich werde übermütig kehre um, überfliege die Gefahr ganz knapp, immer wieder mit einer Art halber Hochstimmung, nicht überzeugt aber mutwillig.

Ich tauche: ich atme unter Wasser, Zeit steht zur Verfügung, es umgibt mich die beruhigende Schwerelosigkeit, etwas Beobachtung eines Geschehens.

Ich falle: An der Kante zu einem Canyon, einer Schlucht. ich ahne und weiss, dass ich in Kürze hineinstolpern werden, ich stolpere und falle, im Fall denke ich über die Unbedingtheit des Falls nach, der Aufprall lässt auf sich warten, bleibt Gewissheit. ich weiss dass der Fall durch das Aufwachen beendet wird, durch ein abermaliges Herzklopfen, ja Herzstolpern, da ich aber nicht weiss, wann es stolpert, muss ich warten, wenn es mich weckt, weil es kurz unrhythmisch schlägt, hatte ich es eingeplant.

Relevant wie Valentins Linneburger in Mir hat geträumt.  Wieviel Blätter gibt es auf der Welt?


 

Ein Kobold schwebt an der Decke, er hängt dort locker fixiert, stets fällt er unerwartet herab, ich bilde mir ein es einen Augenblick vorherzusehen. Er fällt auf meinen Rücken, die Wirbelsäule, sie knackt und kracht, nachdem sie mich die Nacht beklemmte. Manchmal ist sie lockerer, selten, meist ist die Beklemmung eine andere. Wie Kafkas VerwandlungsKäfer auf dem Rücken. ( Das Hirn ergänzt retrograd Muster. ) Zirkulär ist das Hirn.

Als erste beherrschbare Aufgabe zähle ich die Protagonisten der Schmidtsekte auf, mit versuchsweise Forschungsgebieten:

GXXXXXX DXXXXXXXX, Betreiber der Asml. Programmierer und Sprachwissenschaftler. Betreiber von Mare Crisium.
GXXXXX SXXXXX, Rezensent und das Beispiel, dass man trotz Lektüre des gesamten Schmidt zu keiner Erkenntnis über sein Werk gelangt, aber Freund von G.D: und Schachspieler.
JXX SXXXXXXXX, exilierter Forscher mit persönlichen Animositäten, die er als erforschten Gegenstand ausgibt, und dafür zu recht und zu unrecht alle Kritik einsteckt. Ihm wird stets sein Doktortitel abgesprochen von allen Listenmitgliedern. Forschungslücke Shoah bei Schmidt.
FXXXXXXXX RXXXXXXX, als Botenjunge, primär Übersetzer, Vielstudienveröffentlicher, ähnlich verschroben wie Schmidt, und mit schrägen Ansichten, der haltlose Feuilletons verlinkt, und der völlige Belanglosigkeiten, bestenfalls, von sich gibt.
GXXXXXXX GXXXXX-WXXXXX, Krimiautorin, Juristin und Karl May Forscherin. Ihr verdanke ich einige der treffendsten und einfachsten Erklärungen der Zusammenhänge mit Mays Werk, so den psychologischen Zusammenhang mit Frau Pollmer, Mays lesbisch nymphomanischer Ehefrau, die Gespräche mit Toten führt, Séancen abhält, verantwortungslos mit Geld umgeht und nicht liest, gar nicht, und dabei nicht dumm ist.

Es gibt drei Logarithmiker : K.P.D., Herrn W.-D. K. und mich, alle irrelevant, da nicht tief in den Sums eingebunden.
Die Freien Mitarbeiter entdecken Forschungslücken als Einfälle, Flammarion, May, Tieck. Und Schmidt entzieht sich allen . 



Hausmeister und viellesende Mikroperverse.

M. F. liest Schmidt verständig und bloggt das.

Initiationen erklärt mit Jüngerparallelen Herr H. D.

Ich begebe mich nicht hinein. Als Schutz hat sich mein Trivium bewährt.

Es gibt keinen Astronomen!

Als Gegenpart zu Luther will er, Schmidt, hilflos dessen Lieblosigkeit rechtfertigen. Also ab in die Schule ( 50 € + ? ). Na dann letzter Band Zettels Traum. 

Akkuratesse =
Br auch kein katte'Chismuß : bin auserwählt,  auch ohne=das. - 
ZT VIII. Im Reiche der Neith .
(
Ne/ublschiff = Nueblschiff =Niebelschütz???)
 
Ceram / Marek lobt Friedell in Enge Schlucht und Schwarzer Berg. Vielleicht gleichen sich Gesinnungen aus. Soweit meine Archäologie. Rezeption wird flacher.
Blogverzeichnis - Bloggerei.de