Labels

abram terz aerztepfusch afrika agnostizismus alkohol alles anarchie arbeit archaeologie aristophanes arno schmidt asteroid atheismus atom auftrag automne Barer80 beckett bernhard bernsteinaugen bestiarium betonieren bismarck blind bluemchen bohemia böhmisch bonaparte Boris Vian brecht brechung brigitte hamann brownsche bewegung bruch buchdeckel buergi bus cafe chateaubriand clark terry cooper daemonen dehnung die fremden diotima doderer dunkle materie eichinvarianz einstein ellington erkennen erotik etym evidenzbüro explosiv faltenwurf fass fermat ferne fische fliegen fontane Form fouque franco franzblei gaensebluemchen gasli gauss gefuehl generator gewerkschaft glueck goethe gott würfelt gradient gratis guertel gurke hamiltonsches prinzip hampelmann hausmeister heimat heisenberg herbst hermite herr fischer hezekiel Himmel hoelderlin hoererin holzfaellen holzfällen hysterie ig farben ishiguro james williams jazz jean paul jungfrau Kant Karl Hagemeister käthchen kauff keilschrift kepler kierkegaard kleist Klopstock kommentar konstruktivismus kosmologie krieg kriegsdienstverweigerer kuk Kundenreaktionen laster Licht- und Schattenton liebe lilienthal lilienthal 1801 lobby logarithmus logik lyrik maennlich massenbach matrix may mehrwert menschenrechte methode der kleinsten fehlerquadrate mikroperverrs Monade mord mulgrew miller müll reden musil nachrede nackig naehe naehe ferne richtung nat king cole naumann newborn niebelschütz nivea oel oersted pedersen oetv olbers oppermann organisation orpheus paris partei party peking peter hacks pflicht philologie physik plagiat planetoid plasma pocahontas poetik positiv preussen privatier programm prolet prony prosa rathenau rechner revolution rhetorik rhythmus richtung ringelnatz rio reiser roda roda rotverschiebung schach schauerfeld schnabel schroeter schulden schwarzes loch seume simenon sirene Socialist sommerfeld sozialismus Spatz spontan sprachzerstörung standardmodell stifter störche strayhorn streik suche sucht sukultur suttner swing symmetrie technik telegrafenmast terror thermodynamik Thomas Mann timmons tortilla trance traum triage triage trivium trivium turing u-bahn unernst ungenau untergrund vega verbrecher virgen virialsatz voegelchen wahrheit wasserstraße wehner welle wieland willen windmuehlen wittgenstein wolf wollen woolf wunderchen würfel zeitfaltung zeitung zettel zettels traum zirkulär zufall zuse zweischneidig

25. Februar 2019

Fordere!

Arbeite! 
Geniesse! Verachte!
Übertreibe!

Gehorche! Lies! Wiederhole! Verschweige! Unterdrücke! 
Ehre! Fühle!
Erwarte!
Übertreibe!

Schenke! 
Hör zu!

Bescheide! Übersetze! 
Verbrich! Beschuldige!
Stirb nicht, verblute! Ersticke! Ertrinke! Fiebre!
Erstarre!
Platze!
Tausche aus! 
Bange, hoffe! Wehr ab!

Zeuge! Töte!
Bewerte! 
Träume! Male aus! Wegtreten! Abwesen!

Schlafillusion, vergessen, ausdenken, Wunderland, fantasieren, auf die Schulter klopfen, Luzidität, über die Klippe stürzen, fliegen.
Gestalten. formen, erwarten, pinkeln, Wecker, begründen, einorden, vorraussetzen, zufällig, vorstellen, auswegslos, sich einreden, erdichten, erfinden, sich sammeln, lösen, ängstigen, nachhängen, hoffen, schwärmen, dämmern, erwarten, vertrauen,
annehmen, mutmaßen,sich vorspiegeln, befürchten, fürchten, träumen, ahnen, vermuten, wittern, sich einbilden
Verrücke einmal!
Heirate!
Verrücke ein zweites Mal!
Leb zusammen!




(Abasatzweise aus dem vorigen Post abgeleitete Verben als ...)


Beispiele:

Übertreibe!
Zettels Traum ist überproduziert. Rechnet sich lokal. In England.
Überproduktion, das ist´s! Literarische dazu!
Der vermeintlich lokale Markt nationaler Literatur ist globalisiert. Zettels Traum ist ins Englische übersetzt und weltweit einigermaßen lesbar. Die Rendite ist absehbar lokal endlich. 
Schenke!
Soziale Projekten verschenken Bücher. Sie tauchen aus den Kellern auf 50 Jahre ungelesen, kreisen nicht, der Buchhandel schreckt, und korrigiert filigran kreisend.
Wir erfinden dafür den durch künstliche Intelligenz lernfähigen Zuhörroboter. Die Ergänzung zum sprechenden Buch. Das leere Blatt hört zu.
Hör zu!
Und lesen den Punkt von ... : Der Punkt wird langezogen, gebogen, und zu einem Gesicht zusammengefügt, zu Deinem, es gesellen sich mehr Gesichter dazu, dann viele, Städte, Zivilisation, die ganze Welt, die sich von Ferne betrachtet auf den Punkt am Ausgang reduziert. 
Bescheide!
Das Buch ist besser übersetzt. 
Übersetze!

usw.

Eine Liste zum Traum: ist oben rechtsbündig

22. Februar 2019

auftragsarbeit


Überproduktion, das ist´s! Literarische dazu!
Der lokale Markt nationaler Literatur ist globalisiert. Zettels Traum ist ins Englische übersetzt und weltweit lesbar. Die Rendite ist lokal endlich.
Die Bücher verschenken sich in sozialen Projekten. Sie werden aus den Kellern geschleppt und nach 50 ungelesenen Jahren wieder lesbar, im Warenkreislauf sind sie nicht vorhanden, der Buchhandel verkauft aktuelle Thriller, und filigrane Korrekturen des zirkulären Selbstzwecks. Romansfleuves.
Wir erfinden einen lernfähigen Roboter, der zuhört. Als Ergänzung zum sprechenden Buch.
Und lesen den Punkt von ... : Der Punkt wird zum Strich langezogen, zum Kreis gebogen, und mit diesen Elementen zu einem Gesicht zusammengefügt, zu Deinem, es gesellen sich mehr Gesichter dazu, dann viele, Häuser, Bäume, Städte, Zivilisation, die ganze Welt, die sich von Ferne betrachtet auf den Punkt reduziert. 
Ob geniale Übersetzungsleistungen das Werk nicht besser machen helfen, wer weiß? Welcher Spanier bewertet die deutschen Übersetzungen des Quijote? Die Thematik wird international gewählt, wie in Was vom Tage übrigblieb. Wir nehmen Auftragsarbeiten an, vorzugsweise für Häßliches aber niemals 5000 Seiten lang, höchstens 5. Also kein Rushdie, Wallace, Schmidt, Proust.
Alle  schreiben häßlich, verschandeln. Warum sollte das nicht auf einer Seite möglich sein.
Dazu habe ich eine Theorie entwickelt. (Ich verzichte auf den Nachweis von Zitaten oder Ideen, ich habe die Herkunft vergessen. Sie sind wiederholbar, und wenn ich nicht zeige, wozu sie taugten, sind sie wertlos.)
Liebe ist schön. Ein Spiel. Die Frucht Zufall. Weibliche Entscheidung, was notwendig erscheint. (Sagt Toller) (Zum vorherigen Post, nicht alle Frauen hassen ihren Vater, dennoch sollten sie vielleicht eine Vaterfigur hassen. Vorzugsweise eine selbstgeschaffene.)
Den Tod beschreibe ich in beliebigen Varianten. Die Hölle dauert ewig, auch wenn auf der Uhr nur fünf Minuten verstreichen. Jeder trägt den Tod mit der Geburt in sich, Kinder kleine Tode, Erwachsene große, der Mann in der Brust, die Frau im Schoß und nährt sie im Laufe des Lebens. Beim Sterben vervollständigt (erfüllt) sich der Tod und holt nach, was im Leben nicht ausgefüllt war, womit er nicht ausreichend genährt wurde. Je nachdem wie ausgewogen es verlief, wird der Tod leicht oder schwer, sagt Rilke in den Briggeschen Aufzeichnungen.
Den Tod mit Alkohol, Tabak, Drogen, Völlerei nähren ist klassisch. Dann gibt es noch die grenzenlos schöne Variantenvielfalt von Krebs: Verbluten, Verdrängen, Erdrücken, Aushöhlen, Aufbrechen, Erstarren, Platzen, Fressen, Überproduzieren s.o.. Grenzenlos, weil sich die menschliche Zelle nicht an die Grenze der Nachbarzelle hält, sondern sich der Wolllust der Hefezelle anheimgibt und die sich ausdehnt und teilt und teilt und teilt. In den Mensch hinein. Vorzugsweise aus den weniger vernarbenden Organen heraus, Leber, Haut, Knochen, Gebärmutter, Epithel. Geschlechtsorgane kann man problemlos herausschneiden und gut heilen, sie gehören nicht dem eigentlichen Menschen, sondern der nächsten Generation. Das treibt ihn ja auch. Maszlos, süchtig wenn man so will. In der alten Literatur scheint das unverstanden.
Der Tod in der Brust ist der Herzinfarkt mit Bluthochdruck, Rauchen nährt ihn, er ist heldisch, explosiv.
Bluthochdruck macht den Schlaganfall. Danach ist der Tod eingeschränkt mit Verstand oder Steuerung zu nähren. Dennoch ist der Schlaganfall weniger für Intellektuelle. Heinz Erhard hatte ein Aphasie, oder Jürgen von Manger. Aber man mache sich keine falsche Fantasie, die Blödheit liegt beim Betrachter.
Gefäßerkrankungen, Aortenrupturen, Darmtumoren, beim Darm reichen chronische Entzündungen. Für den Afrikaner kommen immer Infektionen in Frage. CMV (Zytomegalievirus als Sekundärinfektion) auf unerklärlicher Grundlage. Nosokomiales (Kolibakterien) und Medikamentnebenwirkungen und viel Komplikation bei viel Intervention. Der Ehrgeiz der geilen Intensivschwester. Aber süß war sie. (Der Temporallappen registriert, wenn der Okzipitallappen Beobachtungen von Berührungen anderer verarbeitet. Und bezieht es auf sich.)
Verkalkung, Erstarrung, das war es noch, kommt dazu. Macht die belasteten Gefäße spröde. Mikroeinblutungen verblöden. Gefäße platzen.
Auch Austauschen bringt nichts. Erstens haben wir nicht so viele Organe, dass da immer was zu holen wäre, ausserdem wird die Immunsuppression unterschätzt. (Die Konstanz der Anatomie hat etwas Beruhigendes (Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse, (Milz) und Gänge, Herz (Gefäße, Lymphe) Darm, Lunge , Hirn (Nerven).). Bald ist man mit Hoffen und Bangen durch. ) Das Immunsystem wehrt nicht nur ab, es lässt zu, und weiss, was es zulässt, es sei denn es wird gestört, durch Impfungen beispielsweise.
Walt Whitman hat als Sanitäter gearbeitet, ich könnte Krankheiten wie Grashalme beschreiben, überall vorhanden, für jeden erreichbar. (Ja ich weiß nicht in Afrika bei Dürre, dort aber Bohnen zum Bohnenspiel.) Als Film Bringing out the Dead.
Geilheit, Scheißen und Bluthochdruck ist eine Kombination, gegen die es so schnell nichts zu finden gibt. Und verkalkte Gefäße. Gallensteine. Kaputte Nieren und Pleuraergüsse. Herzschwäche und Wassersucht. Lieber Nierenversagen als Lungenversagen. Denn Hämolyse bei Malaria.
Der Mitmensch ist eine tödliche Krankheit. Menschen Wolf.
Wozu noch Selbstmorde und Autounfälle. Oder so lächerliches wie Mord. Je weiter man in Amerika absteigt umso bewaffneter ist man. Blutrache ginge noch, aber die ist bei den Germanen aus der Mode gekommen.
Vielleicht tschechischen Methanolwodka, oder chinesischer Hustensaft, Vergiftung durch Designerdroge, oder gepanschte Reimporte von Fentanyl oder Leichterem. Ist ja kein Drogenhandel sondern Medizin. Und das alles auf Lifestyle pimpen.
Ich hatte meinen Materialwert taxiert, nach der Versicherungssumme der Unfallversicherung für mich als Soldat bei der Bundeswehr: 6000 Mark maximal. Wenn man das in Relation setzt, zu den Krediten, die ich aufnehmen könnte. Ein Arzt wird höher taxiert, dem muss man den Status ersetzen.
Proust und Ishiguro thematisieren den Traum. Bild der Wissenschaft sagt dazu, der Traum kennt keine Erinnerung, meines Erachtens beseelt er mit dieser Sorglosigkeit. (Der Traum schafft Erinnerungen.) Es ist wichtig, dass einen jemand an der Schulter fasst, er war vorher nicht da, aber nicht, weil er nicht vielleicht doch schon wirklich da war, sondern weil wir etwas nicht beachtet und beobachtet hatten und uns nicht erinnern, was an dieser Stelle vorher war oder nicht war. Nicht, dass wir uns an den Traum nicht erinnerten, sondern uns im Traum nicht erinnern, und auch so handeln, als ob wir keine Erfahrung kennen oder durch unser Handeln mit Erinnerung erlangen. Es gelten keine Voraussetzungen und Bedingungen, die Orte wechseln.
Wir haben Muschgs Kinderhochzeit gelesen als legitimen Ansatz, nur selten kleinteilig und zu zeitnah, im Großen Bogen gelungen. Er hat die Bösen so gut beschrieben, dass sie schon wieder schön sind. Man Verständnis für sie gewinnt. Selbst wieder so sein will. Trotz aller historischer Warnung. Im Roman geht es um die fehlerlose Liebe. Und ganz anders als man denkt. Er setzt Anton Reiser und Wilhelm Meisters Wanderjahre fort. Mit Spinoza.
Was ist denn der Unterschied zwischen einer Sexarbeiterin und mir. Ich würde mich in ihrem Arbeitsumfeld zurechtfinden nicht irritiert sehen. Analverkehr betreib ich unter umgekehrten Vorzeichen, ich verbreite keine ansteckenden Krankheiten und ich helfe sie heilen, oder bilde mir das ein, oder bin angestellt bei denen die mit Hilfe oder Scharlatanrie Geld verdienen. Vergnügungssucht ist das nicht. 
Ich bin eine Professionelle und bearbeite ein Tabu.
Ich helfe beim Analverkehr aus der simplen Tatsache, dass er nicht funktioniert, und wenn er nicht funktioniert, man nicht mehr scheissen kann, ist man schnell tot. Das wars dann auch mit dem Hedonismus.
Auch hier herrscht Überproduktion, und wenn die literarische Beschreibung zirkulär und genau ist, erschöpft sie sich schnell und trägt zum schlechten Geschmack bei. Zu häßlicher Literatur.
Je nachdem wie ich mich als Professionelle sehe, bilde ich mir auf mein Fachwissen etwas ein und bin doch nur Handlanger.
Ich komme jetzt für die Lesereise in die kleine Stadt suche meinen Repetitor. Ich bin ein berühmter Nobelpreisträger, Worstsellerautor, und alle sind mir dankbar, dass ich für eine spezifisch nur lokales Durcheinander mir die Mühe mache und die Zeit mir nehme, mich herablasse, hier zu gastieren, es ist für die Bewohner der Stadt existentiell.
Ich gebe mein Gepäck einem Hoteldiener, dessen Ehrauffassung seiner Arbeit es nicht erlaubt die Koffer abzustellen, obwohl er alt ist und sichtlich darunter leidet.
Ich werde in ein Konferenzzimmer gebracht, dort sitzt Catherine Sloper: "Ich will nicht heiraten, auch wenn Du nicht mein Bruder bist, sondern Dich nur so anfühlst. Das letzte, was mir mein Vater vorwarf war Dickköpfigkeit, das mag stimmen, aber es spielt keine Rolle mehr, ich habe meinen Kopf durchgesetzt, aber bereue ich es, ist die Frage, und ich könnte Dich jetzt endlich heiraten, wenn Du willst, aber ich glaube ich möchte nicht, ich habe alles geopfert, und halte mich dennoch für glücklich."
"Aber Du lebst nur in der Stille."
"Da ist nichts Schlechtes dabei, es ist nur oft mühsam sie herzustellen. Und Geld habe ich ausreichend, dass mir mein Vater seines nicht anvertraut hat, ist richtig, auch wenn seine Befürchtungen, ich würde es verschwenden unwahr waren."
"Und Dir reicht meine brüderliche Liebe."
"Sie muss mir reichen, mehr erwarte ich nicht."

1. Januar 2019

Auftrag IV: Häßliche Liebe - Kla 4 Konzerte

Complexity for complexities sake


Er fuhr zum Konzert in den Miles Club. 2000, heute geschlossen. Ausfallsallee im Osten Berlins. (Heute traffic club? Otto Braun /Mollstraße ???)


Anfahrt in der Straßenbahn unter One-Night-Stand suchenden jungen Matronen, Frauen. alternden Mädchen, hormongesättigt, beginnend schwitzend. Dabei allen Geruch vorher weggespült, und auch hier nicht aufkommend. Vielleicht später. Säuerlich. Im Bett in den Laken. Weichgespült duftend.


Nette Unterhaltung mit ihr dennoch in der Straßenbahn (Ost), auf der Wegsuche dorthin, da sein Interesse aus einsamer Jagd kein Opfer sucht, besser er nicht wusste, was das ist. Die Frau Entpannung findend, erleichtert, in einer Feuerpause Atem schöpfend, der überbordenden Befriedungslust. Sie hatte sich wohlgefühlt.


Der Club zweigeteilt, vorne Theke, groß, voll, eher alkoholisch berlinerisch, wie er jetzt erkennt. Alle laut. Hinten Club, niedrige Decke, Mulgrew Miller und Niels Hennig Ørsted Pederson hinten auf der Bühne, leise, niedergschrieen. Dumpf. Er wusste, dass sie nicht laut spielen würden, sie würden niemanden übertönen. Sie wollten gehört werden, sie wollten, dass man ihnen zuhörte. Das war nicht der Fall, alle waren zu breit, zu begekifft, zu sehr getrieben auf der Suche nach dem Abenteuer.

2
3
4 5 6
Sie spielten zum 100. Geburtstag Ellingtontitel im Duo. (Fachartikel jazztheorie hier, Sophisticated Lady ihm zu terzgeschichtet in der Bridge.)
Beim letzten Stück Come Sunday kapierte das Publikum nachträglich, was geschehen war, sie hatten das Konzert verpasst, klatschten frenetisch, trieben die Musiker in der Zugabe noch mal an, modern schnell zu spielen, intellektuell, Abschluss. Alle sind hereingefallen, Musiker und Publikum. Feiern sich selbst. Auch richtig irgendwie. Aber warum geht er dafür ins Konzert, es hindert doch nur. Protestantisch unerweckt, auffallen, aber im Sommer nicht oben ohne, prüde. Entkleide Dich! Calvinistisch sexueller Erfolg. Die frigide Hausfrau verdient mit ehelichem Porno Dollars, Tickets. Warum hat er Geld?



Vorne an der Bar unter Menschen neben ihm, die Frau fraß ihn an mit Kirschaugen, er war angefressen, unvollständig, die Kirschen boten sich an aus ihnen ein Stück abzubeissen, angebissen. Peinlich berührt von seinem Manko, das er nicht füllen konnte, wie ein Loch durch den Bauch, und das jeder bereits vor ihm bemerkt hatte, konnte er sich gelähmt nicht mehr vervollständigen, potenzieren, ein Defizit, pornografische Schulden, und sah gewohnt nur den intellektuellen Ausweg, ihm war, Angst oder Trieb, nicht bewusst, dass beides Leben ist, unpersönlich, sich seiner bedient, Zweifel, wie unfruchtbar das ist wären angebracht, steril sah sie wirklich nicht aus, sie erweckte ihn in eine Problematik, das Weib gegenüber sah ihn passiv aggressiv, von maszloser Lust getrieben, dabei in ihrer Art wirklich schön, gewaltbereit, kannibalisch, paradiesisch, weichlich, triefig, feucht an, er passte in ihr Opferschema, sie weich im Schritt, es rüttelte, schauderte sie, er wandte sich eises- und verstandeskalt außen steif mörderisch der Musik zu, er wollte zuhören, war zum Zuhören gekommen, und die Liebe zu Miller war wirklich größer, was sie nicht verstand, aber die Lust war mindestens gleich, aber Lust mit Miller sinnlos, das wusse er vor allem, logisch wie er war, er dachte, dass er wollte, Lust hätte er auch gewollt, innen gewaltig steif, wäre er vorbereitet, vollständig, sinnlich gewesen, wie sie sinnlich vom Hirn übers Herz bis in den Beckenboden, bis in die Facettengelenke, aber er der blondblaue Engel, sie die griffige Erkenntnis, alles brüllte, er Jungfrau wie er war, trauerte sofort der verpassten Gelegenheit nach, ja hat bis heute sich und ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen. Enthemmung schadet nicht. Er war verwirrt, dass die sexuelle Annäherung ihm galt, er hatte das bisher anders erlebt und sah sich innerlich um, ob nicht jemand anderes gemeint war. Und sie noch maszlos. Spinnt der, mich stehenzulassen, zu erschrecken, ich bin seinetwegen, der Hübsche, gekommen, wütete sie innerlich. Wenn er nur wüsste wie das geht. Sie stutzte, wie konnte sie der Junge irritieren, wusste er nicht worum es geht. Sicher, wäre sie in ihrer Selbstverständlichkeit nur einen Hauch zurückhaltender gewesen. Sie ahnte nicht dass sie dieser Jungfrau nur mit einem Rückschritt den entscheidenden befreienden Atemzug ermöglichen musste. Sie konnte sich das nicht vorstellen, dass die Lust den entsetzten Verstand bei ihm vorantrieb. (Nach Jahren ihre Wiedebegegnung, mit seiner freundlichen Frage: Was wenn dann und wie wenn nicht. Sich gemeinsam anlächelnd, gleich bei welcher Antwort.) Äußerlich war man einander nicht vorgestellt. Namenlosigkeit, das ists!  Was wäre wenn? Hatte er seine Rolle nicht überdacht, konnte er sich nicht vorstellen, daß er für die Bedürfnisse einer Frau lustvoll, nur namenlos, Gutes tun konnte, es ist armselig. Ohne Selbstbewußtsein krallte er sich an seinen eigenen Namen. Nun ist Mulgrew Miller tot, gestorben am Streß in der armseligen häßlichen Welt. Er fühlte sich stets nicht als Avantgarde sondern rückwärtsgewandt, passé, mit Blick auf die übersehenen Schönheiten der Vergangenheit, Phineas Newborn. Er wollte der Welt das Schöne entgegensetzen, er investierte, das kostete all seine Kraft und Geduld. Sein Blutdruck stieg. Les McCann hat im Quasimodo die lustlachende und -stönende Frau in der Ecke des Clubs abgekanzelt, ihr "hihihihi" nachgeäfft und gemeint, er spiele zum Zuhören, ob sie beide nicht gehen mögen. Die Jungs laden die Mädels wohl ein, weil der Jazzclub so smart ist und ihnen ein intellektuelles flair gibt. (Mal Waldron (Billys Pianist) flirtet, bandelt mit den jungen Mädchen an.) Aber echten Jazz hassen die Frauen, er ist leidenschaftlicher als sie (Paolo Conte, le donne odia(va)no il jazz). Die Liebe ist seitdem genauso häßlich, wie sie sich dort angekündigt hatte. Die matronesche Frau wühlt sich wutentbrannt durch die Menge davon, Hass auf ihn ausschüttend, Rache suchend, wie jede vor- und seitdem. Jedenfalls heute bekam sie keinen mehr ab freute er sich a priorisch hämisch. Die Annahme war Gewißheit. Das wenigstens hat seinen oberen Stolz wieder aufgerichtet. (Er hatte Nat Adderly verpasst im Quasimodo, so etwas unverzeihlich.)


Er trauert bis jetzt um die verpasste Sexgelegenheit. Entjungferung. Wo wäre der kunderasche Ekel und die Wehmut zum Außergewöhnlichen aus Der Scherz? (Muss man sich erst selbst oder andere kennenlernen?)

Gefühl gegen Verstand. Erweckung. Es merkte keiner, es interessierte keinen, was sie verpasst hatten. Was nur er merkte, wußte. Er ist die Elite, wie Virginia Woolf in den Wellen. Ist das snobistisch?


Am Schluß waren sie begeistert und wußten nicht warum. Das legten sie bestimmt in sexuelle Energie um. Leidenschaft durch Jazz. (Warum nicht in Ekstase nackt, barfuß, oder heureka schreiend, durch die Stadt laufen, es würde vieles vereinfachen.) Er wußte warum. Sein Verstand irrte, das Gefühl nicht. Er schlug Sex als Verstandesangelegenheit aus. Maßlos im Genuss von Musik. Gefühl gegen Trieb. Die Gesellschaft zu bekifft, hilflos sich selbst zu helfen. Mann, das ist aber auch alles so steril. Es schien so, als erwachten sie gegen Ende aus ihrer Ekstase und merkten, dass sie eine andere Ekstase verpasst hatten, nur war die schöner. Zu dieser Erkenntnis beklatschten sich alle selbst, auch die Musiker, ihre eigene berlinersche Bekehrung. Sie erkannten sich biblisch in New Yorks akrobatischen Citysex wieder.


Er wusste warum, er hatte Miller bürgerlich in Hamburg zuvor erlebt.


Auch dort wurde er niedergeschrieen. Er traf NHØP auf dem Klo. Irgendwie peinlich ihn dort zu begrüßen, beim Pinkeln, er unterliess es, hätte es machen sollen, er wurde auch nicht alt. Die Freundin, (Puls 100), meinte auf seine Bemerkung Miller sei ein Guter, woher er das wüßte, man wisse nie. Sie haßte ihren Vater, wie alle Mädchen. Sie entrüstet über das tollende lärmende lautstarke randalierende Volk. Und es klirrten Gläser wie auf den New Vorker Clubliveaufnahemen.


In Mannheim hörte das Publikum zu. Miller saß allein in der Umkleide, das traurige Bild. Er machte das schon Jahrzehnte. Er, sein Gast, war ganz vergnügt, das Konzertpublikum wusste nicht worauf es sich einliess. Ungefähr in der Hälfte des Konzerts wendete sich je ein Teil der Päarchen dem anderen zu und stellte den Irrtum und Fehler in ihrer Beziehung fest, sie liebten die Falschen, Erweckung, aber die falsche, die andere Hälfte kam zu ihrer Zeit zu demselben Ergebnis, alle, der ganze Saal von 500. Der Hass war gesät, wogte durch. Was kam später, er weiß es nicht. Miller spielte und vermittelte sinnliche Schönheit (Treue, Wahrheit (von Liebe redet keiner)), etwas was es in ihren bürgerlichen Beziehungen nie gegeben hatte, wie ihnen aufging.


In München klirrte die Schickeria, ausgewählt und eingeladen von Bang und Olufsen, mit den Kir Royal Gläsern. Adabeis, keine Elite. Als wir an der Treppe um Karten an der Kasse anstanden, denn sie, seine Mutter dazu, waren nicht eingeladen, schaute sie sich um und bemerkte für alle vernehmlich, "Weisst Du ("Sohn"), was uns von den anderen unterscheidet? Wir sind nicht so dumm wie die anderen." (Wollen nicht so dumm sein, meinte sie. Nachdenken.)


(Er ist noch Horace Silver durch Deutschland nachgereist, Kommentar Berlin: "Das war doch was." bestimmt vom schönen Mädchen  mit Freundin hinter ihm. Kommentar München: "Die waren gut." vom gedankenverlorenen Vater. ... Er kannte sie schon, wusste es nicht.)


Mutter weinte im Konzert, es ging ihr wie schöne Musik stets an das Gefühl. Da sie ein vernarbtes Trommelfell (Kriegskind Mittelohrentzündung vor Antibiotika) hatte, hörte sie nicht so gut, wie sie es wünschte. Sie bekam ein Glas Sekt von B&O spendiert (die gekauften Karten (aus der vorherigen Stadt, in München gabs an der Kasse nur den nummerierten Abrissschnipsel) sahen identisch, wie die verschenkten aus, hatten nur einen anderen leicht zu überspielenden blassen Stempel und galten als Gutschein), er eine CD.


Er schüttelte Mulgrew Miller nach dem Konzert die Hand und überreichte ihm ein kleines Geschenk (Keller, Generalbassschule). Er dankte ihm für, die Mühe konzertant durch Deutschland zu reisen. Miller stutze, freute sich später aber doch, weil er ihm zuwinkte. Und zu tingeln. (kategorischer Imperativ, "You can even swing!", er muss es noch selber machen.)


Der Händedruck war beunruhigend, ganz weich, sanft und dennoch beunruhigend, warum?


Jedenfalls wurde er widerlegt, Herz, Nervenknoten dahinter und Unterleib bilden einen reflektorischen Kurzschluß, den das Hirn höchstens modulieren, dämpfen oder fantasievoll verstärken kann. Ihm fiel es später ein, als er drüber nachgedacht hatte, Miller war etwas kleiner als er (190cm). Aber hatte, was selten vorkommt, größere Hände als er (knappe Dezimen).


https://www.youtube.com/watch?v=vHX1QHwzPX8

Bei Storyville: The Duo - Live

Millers Aphorismen:

Farewell to Dogma

Interview Jazz (sich interessant machen)


Mulgrew Miller zu Parkers Konzept, Wurzeln im Blues, im sozialen Austausch, vermeintlicher Progressivität (Cool Blues, Four)

https://www.youtube.com/watch?v=hMeEVcr_zlk

7 8

21. Oktober 2018

kunstsalon posin


Wir gingen mit unserem Hagemeisterkatalog zu den Fälschern Posin, um zu fragen, ob sie so etwas schon gemacht hatten. Hatten sie, den Teich in der Mark; etwas untypisch für Hagemeister.

Wir bewunderten die vorhandenen Fälschungen der Mona Lisa und anderer, und bekamen etwas später die inspirierten alter Meister/Posinmischungen gezeigt.

Auf die Frage nach Hagemeister und den Kostenpunkt, entsprang ein Gespräch über die Kunstentwicklung und Fälschungstechnik. Zuerst wird mit einem Raster ähnlich wie bei Dürer, eine Vorzeichnung kopiert, die dann auf den Gesamteindruck noch mal kontrolliert wird. 

Nach Auseinandersetzung mit der Malweise des Meisters, wird zu Wahrung der Spontaneität im ähnlichen Zeitrahmen, das Bild fertiggestellt. Van Gogh zum Beispiel ca eine Woche. (Für den gesamten Auftrag nehmen sie sich ein halbes Jahr Zeit.)

Darauf entspann sich für Hagemeister ein Gespräch über Impressionisten und Farben, und warum Hagemeister sich selbst so nicht bezeichnete. Er zerlegte keine Farben. Zu Hagemeisters Anwendung der götheschen Farbenlehre meinte Michael: " Göthe hat recht." Apodiktisch.

Auf den Hinweis auf Cranach im Jagdschloss Grunewald, bekamen wir ein Analyse seines naiven Malstils, der unnachahmlich (quasi naiv) ist, und den Hinweis seine Zeichnungen zu beachten (Michael stelle sie mit Leonardos auf eine Stufe!).

Für einen weitere eigenwilligen Maler wurden wir auf Runge, Philipp Otto, hingwiesen. Das werden wir nachholen. (Er ist uns aus der Weimarer Zeichenschule erinnerlich.)

Wir wurden ob unseres Wissens gelobt, und daß wir Bazille kennen. Zum Hinweis Monet habe seine Farben bei seinen Freunden abgekuckt bekamen wir keinen Widerspruch.

Eigentlich gingen wir in den Salon, weil wir wußten, dass die Brüder Seelenbekannte wären. Dass es Michael auch so ging freute uns. (Die beiden Kinder benahmen sich vorbildlich. Wir bestaunten Posins minimalistische äußerst ordentlich Palette zu einer aktuellen Arbeit.)

Auf die Frage, wie man mit den Farbfehlern von Fotos umgehe, entspann sich das Gespräch über Dürers Landschaftsblau, der Hinweis Hagemeister habe eine Licht- und Schattenfarbe, mündete in die Feststellung Michaels:

"Man kann im Dunkeln malen." (Jeder Maler hat seine Palette.) Wir stimmen dem, nach einigem Nachdenken, auch für Hagemeister zu, denn selbst wenn er für jeden Seelischen Ausdruck, seinen Licht- und Schattenton neu gewählt hat, unterstellen wir, dass er nicht beliebig viele Pastellbrocken in seinem Weidenkorb mitnahm, oder da er sie selbst machte, überhaupt zur Verfügung hatte.

So ist dieses obige Bild der griegschen Abendstimmung entstanden. Licht- und Schattenfarbe einmal hingeworfen, malte sich das Bild allein, wir konnten die Skizze früher abbrechen, da die Stimmung eingefangen war, ohne uns in Details zu verzetteln. Die hellere untergehende Spätsonne, ist die Lichtfarbe nicht.

Der Betrachter mag es wieder nicht sehen, aber die Sonne ist hagemeisterlich zart in der Mitte am Untergehen.

Hier: http://www.kunstsalon-posin.de/

27. September 2018

Schikaneder und einige seiner Zeitgenossen

Ich verlinke Seumes Kapitel Wien aus dem Spaziergang (sozusagen Radtour im Nachbefreiungsitalien). [0] Schikaneder ist Mozarts Zauberflötentexter, wie Fouqué Lortzings Texter ist. Seume berichtet von den Unsichtbaren, die die Stiftersche Zensur betreiben. Wir bebildern Schmidt: Mit Füger.
Dieser klassische Maler orientierte sich an Wielands Aristipp. Klopstock kommt mit entschiedener Ansicht, vor. Wenn Seume eine zeitgeschichtliche Quelle ist, kann ich mir vorstellen, dass Schmidt (mit Jerofsky) aus spärlichen Quellen seinen Fouqué hervorzwingen musste. Das ist respektabel. Seume begibt sich auf seinen Spaziergang nach Syrakus. Dazu wird er durch Klopstock getrieben. Sei es, weil er als Lektor seines Verlegers den Druck von Seumes Büchern ablehnt, sei es, weil er Seume wegen seiner klassisch humanistischen Unzulänglichkeiten fertigmacht (abkanzelt). Seume lebt gut damit, Schikaneder und einige seiner Zeitgenossen nicht geschrieben zu haben, und spricht Schikaneder klopstocksch klassische Befähigung ab. (Wieland ist Seumes Freund, er liest den Oberon.) Schnorr von Carolsfeld verlässt Seume und kann nicht (wie Jerofsky) exzerpieren ( Schönes Buch Wu-Hi, Schmidts Armutsschmach durch Hochnäsigkeit glasiert.) In Wien trifft er Schikaneder, lobt sein Theater und Ensemble, seine Kenntnis der gesellschaftlichen Zustände, wie er sie, sein Publikum entlarvend, in seinem Theater äußert. (In Sachsen undenkbar.) Wieland beschreibt einen Tyrannen Diagoras, blaß gegen Dionysos. [1] (Napoleon) Bonaparte stellt die katholische Kirche wieder her, und ist der Messias der fetten Mönche, die das Geld der Armen geniessen. [2] Justinianisches Recht (und die tyrannischen Zwölfmänner) werden auf die aktuelle Situation bezogen. [3] Sündenvergebung ist der Fehler bei Seume. Sie werden nicht vergeben. Sie sind Grund zur Besserung. Insofern übertreibt Schmidt, wenn er lustvolle Sünden anhäuft, die so gigantisch sein sollen, das Leviathanstaatsvolk in den Schatten zu stellen. (Oder er hat mit Logarithmen und Fouqué Sünden gegen sich "billig" angehäuft.) [4] "Jeder soll billig sein für sich; das ist menschlich, das ist schön: aber alle müssen gerecht sein gegen alle;" Also Kinderwarnung: Für Kinder mit Bart ist Schmidt wegen tendenziöser Darstellung (und Verheimlichung) nur unter rückbesinnender (revoyanter) Aufsicht zu lesen. Massenbach bekommt nicht recht: Er wird Preussen nicht auf französische Seite bringen, und es ist protestantisch liberal (wenns so bleibt), Bonaparte (mehr tyrannisch als frei) benutzt den katholischen Gegner. Chateaubriand und der Romantiker finden jeder eine nützlich idiotische Rolle. Seume sieht 1802 Napoleons Überschätzung (folgend aus: Fehler des Gegners sind Ursache des Glücks französischer Truppen) [5] voraus. 

Seume kommt bei Schmidt nicht vor. Keine Formversuche, zu sehr allein aus seinen Texten Kennichseumewohl, zuwenig Rätsel, zu simpel konstitutionell monarchisch. (Außer humanistischer Bildung, die ich mit einem Lexikon Antike fülle.) 

Wienlink[0] http://www.zeno.org/Literatur/M/Seume,+Johann+Gottfried/Reisebeschreibungen/Spaziergang+nach+Syrakus+im+Jahre+1802/Wien
Quellen [1]
http://gutenberg.spiegel.de/buch/spaziergang-nach-syrakus-im-jahre-1802-8600/24 http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/seume_syrakus_1803?p=344
[2]
http://www.deutschestextarchiv.de/search/ddc/search?ctx=8&q=%22%27Bonaparte%27%22%20%23HAS%5B%27basename%27%2C%27seume_syrakus_1803%27%5D%20;start=11;limit=10;fmt=html http://www.deutschestextarchiv.de/search/ddc/search?ctx=8&q=%22%27Bonaparte%27%22%20%23HAS%5B%27basename%27%2C%27seume_syrakus_1803%27%5D%20;start=11;limit=10;fmt=html
[3]
http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/seume_syrakus_1803/?hl=Justinian&p=79
[4]
http://www.deutschestextarchiv.de/search/ddc/search?fmt=html&corpus=ready&ctx=&q=%27s%C3%BCnden%27+%23HAS%5B%27basename%27%2C%27seume_syrakus_1803%27%5D&limit=10
[5]
http://www.zeno.org/Literatur/M/Seume,+Johann+Gottfried/Reisebeschreibungen/Spaziergang+nach+Syrakus+im+Jahre+1802/Z%C3%BCrich

Possierlich grüßt


30. August 2018

platonische Harmonie



Wie gesagt, man kann dieses Planetenmodell basteln. (Und flucht, weil er es gar so fein harmonisch gestaltete.)

Wir schaffen uns ein 60mm Teleskop an, um seine Forschung dort fortzuführen.
Kurz zur Erklärung der dargestellten Harmonie: Die fünf platonischen Körper (die Gleichflächer) werden ineinandergestellt. so dass der Umkreis des einen der Inkreis des nächsten ist. Auf diese Kreise werden die Planeten gesetzt, und siehe die tatsächlichen Abstandsverhältnisse ergeben sich erstaunlich genau. Nun ist die Erdbahn zum Beispiel nicht sehr exzentrisch und auch Kepler kam beim Nachrechnen auf Ellipsenbahnen. Den Anlass zum Nachrechnen sah er in der Notwendigkeit seine Horoskope zu verbessern. Auch nach diesen Erkenntnissen verwarf er das urspüngliche Modell nicht.

16. August 2018

zachs himmelspolizei


Der Kirchturm der Sekte raste dahin und wir flohen vor ihm. Es war hoffnungslos. (Daten des Kirchturms flimmerten:
mit 29,8 km/s +/- 1/2 km/s Geschwindigkeit. Unsere Daten notierten:
mit 9m/s)

Der Turm  stand in seiner Trägheit fest, wie meine Quetsch=Stempel=Kaffeekanne, jeder einzelne Backstein raste dahin.
(Stichprobe der Backsteine: mit 29,8 km/s +/- 1/2 km/s)

Wir entschieden uns zur Flucht, Rückzug, Evakuation. Mit unserem Material, unsererLogarithmentafel, also Elektronengehirn, reist man nicht mal hinter den Mond, und wir entschieden uns für dessen Vorderseite.

Wir stiegen zum Raumschiff Insulaner hoch, dort warteten 431 jugendliche Schmidtleser im  Raumschiff: wir wollen noch einmal das Ziel anpeilen "Könnt Ihr nicht mal endlich Eure Handys ausmachen." es blendete in die Kameras, die Fische im Sternbild wollen schlafen. Es ist weg. So ein Pech, Mondfinsternis. Noch etwas ist da. Oben fliegt die ISS über den Himmel. Zur Not dorthin. Rechts unterhalb der Mondposition, etwas kleines rotes. Der Mars. Da fliegen wir hin. Nach dem anfänglichen Gedrängel lockerte sich die Stimmung. Dunkelheit macht vertraulich.


(Um Mut zu fassen, werfen wir für uns im Dunkeln unsere Hanser Dünndruckausgabe d´un rien über den Zaun in den Himmel. Plump plumpst sie zurück. Das war ja rein nichts mit der Motivation hinterherzuspringen. Die astronomischen Tafeln werfen wir hinterher.)

Schmidt im Mare Crisium wartet da oben auf uns. Lem auf elliptischer Patrouillenbahn in der Leere.

Wir steigern Exzentrizität über die annähernd kreisförmigen Ellipsenbahnen der Planeten unseres Sonnensystems. Wir schweifen weiter. Im Großen, Genialischen. "Nur Lumpen sind bescheiden."

Dann gleich zum Sternbild der Jungfrau.
Freude trinken alle Wesen. an den Brüsten der Natur.

Die gutgelaunte Mannschaft entfernt sich von Irdischem, hebt ab, überwindet.

Ei verflucht wo steuern wir hin, das ist Cassiopeia, das Himmels=W, jetzt den Kurs nachrechnen, Logarithmen zeugen, und ein wenig die verschüttete Milch lang, Scheibenwischer einschalten, da kommen wir dem schon näher, hoppla, das ist ja Perseus, oh kuck mal eine Sternschnuppe, ich darf mit was wünschen, da noch eine, was ist denn das, da streckt ein Anhalter den Daumen nach Cheliabinsk heraus, der kommt aber nah ran, oh, das war knapp. Da weiß ich was ich mir ab jetzt wünsche. Das ist der reinste Ström, meine Reserve ist nicht das Problem, Wollust ist dem Wurm gegeben, davon gibts genug, aber wo habe ich meine PEZzo=Eufruglium=Pillen aus der pharmazeutischen Kabine gegen Ström, ah, da sind sie ja. Noch mal Glück gehabt. Alle nehmen eine, das sind drei Stunden Pause. Noch einen Tee Misses Nesbitt? Jetzt mal schnell weg von den Perseidenschwärmen.


Ins Blogbuch schreiben wir, dass wir uns dem Sternbild des Buches nähern, leerer Raum, wir passieren einen Schauer von Rezensionen ungelesener Bücher.

In der Depression, vermutlich ein Ausfluss der Raum-Zeitsenken, ging es lustig auf und ab, das Schiff knirscht, droht zu bersten. fing dieselbe an und die reine Verwirrtheit. Wir himmelten uns gegenseitig als intelligente Wesen an im Raumschiff, kreativ bis zum Untergang. Wir überhöhten unsere Eigenschaften, übermenschten uns, und spielten Fehler verliebt herunter. Hoffnung kam auf, wie nichts. Ein Verliebter, die Wirklichkeit wurde immer schöner, Opium fürs Volk. Keine Schlafmohnblumen, es war kein Österreicher dabei. Ein Stier ritt vorüber und eine nackte Frau wedelte mit Papieren, auf denen man Paragraphen ahnte. An der Pflicht hat man was, rief mich kurz ich kujonierte die Mannschaft, schnarrte, disziplinierte für einen Augenblick. Es schnarrte weiter, und Teile lösten sich vom Schiff.

Ich raste auf den Stier zu, säbelte den Schwanz ab, und versuchte auszuweichen, die Haftpflichtversicherungen für Raketen sind teuer und schlecht, dabei brach der Steuerhebel ab, heut abend gibt es Ochsenschwanzsuppe, verdammt wir werden hochgestuft, und wir rasten dem Stern Wega entgegen. Oh solche Schande. 

Der liederliche Stern stand im Weg, wir prallten dagegen, elastisch wie Major Vega war, prallten wir ballistisch ab, und trudelten hyperbolisch ins Nichts, einem Wurmloch entgegen, worin uns der dunkel materialisierte Leviathan verschluckte. 
Blogverzeichnis - Bloggerei.de