Labels

abram terz aerztepfusch afrika agnostizismus alkohol alles anarchie arbeit archaeologie aristophanes arno schmidt asteroid atheismus atom automne Barer80 beckett bernhard bernsteinaugen bestiarium bismarck blind bluemchen bohemia böhmisch Boris Vian brecht brechung brigitte hamann brownsche bewegung buchdeckel buergi bus cafe chateaubriand clark terry cooper daemonen dehnung die fremden diotima doderer dunkle materie eichinvarianz einstein erkennen erotik etym evidenzbüro explosiv ferne fliegen fouque franco franzblei gaensebluemchen gasli gauss gefuehl gewerkschaft glueck goethe gott würfelt gradient gratis guertel hamiltonsches prinzip hampelmann hausmeister heimat heisenberg herbst hermite herr fischer hezekiel Himmel hoelderlin hoererin holzfaellen hysterie ig farben ishiguro james williams jazz jungfrau Kant Karl Hagemeister käthchen kauff keilschrift kepler kierkegaard Klopstock konstruktivismus kosmologie krieg kriegsdienstverweigerer kuk Kundenreaktionen laster Licht- und Schattenton liebe lilienthal lobby logarithmus logik lyrik maennlich massenbach matrix may menschenrechte methode der kleinsten fehlerquadrate mikroperverrs Monade mord müll reden musil nachrede nackig naehe naehe ferne richtung nat king cole naumann newborn niebelschütz nivea oel oetv olbers oppermann orpheus paris partei party peking peter hacks philologie physik planetoid plasma pocahontas poetik positiv preussen privatier programm prolet prony prosa rechner revolution rhetorik rhythmus richtung ringelnatz roda roda rotverschiebung schach schnabel schroeter schulden schwarzes loch simenon Socialist sommerfeld sozialismus Spatz spontan sprachzerstörung standardmodell stifter störche strayhorn streik suche sucht sukultur suttner swing symmetrie telegrafenmast thermodynamik Thomas Mann timmons tortilla trance traum triage trivium turing u-bahn unernst ungenau untergrund vega verbrecher virgen virialsatz voegelchen wasserstraße wehner wieland willen wittgenstein wolf wollen woolf wunderchen würfel zeitfaltung zeitung zettel zettels traum zirkulär zufall zuse zweischneidig

15. Februar 2018

Flucht in moderne Wissenschaftlichkeit

Zur praktischen Anwendung nach Ichkennihnjetzwohlgauss:
Wir haben hier in Berlin das Fahrrad zur Flucht und den fouquéschen Anhänger.

Man findet die Hausnummern nicht, denn die Straßen sind nur manchmal
eine Seite gerade, die andere ungerade gezählt. Viele der alten sind eine
Seite raufgezählt, die andere runter. U=förmig, Hufeisen. Wie lang ist die Straße?
Muss ich bis zum langen Ende radeln, oder kommt mir die hohe Hausnummer
gefällig auf der anderen Seite drei Häuser weiter entgegen?

Nach Gauss muss ich nicht bis ans andere Ende radeln, sondern auch wenn man
kreuzend die Straße mittig erreicht hatte, nur auf die andere Straßenseite
wechseln und die Nummern beider Seiten addieren.

Beispiel eine Seite 1 andere 1000, ist 1001, die Straße ist 500 Häuser lang.
17.Juni

2. Bsp. 1 und 38, die Straße ist 19 Häuser lang. Stindestraße.

Königstraße:
In der Mitte: 245 und  555, die Straße ist 400 Häuser lang.

Das lehrt einen der siebenjährige Gauss, wenn man sein Leben
lang schlagflüssig die Fassaden abgeradelt hatte.

Leider leider geht aus dem Falkplan nicht hervor an welchem
Ende sie anfängt zu zählen. Oder ich habs noch nicht gesehen.



Gauss glaubte an die Möglichkeit der Bewohnbarkeit des Mondes, er machte sich
Gedanken über die Kommunikation mit den Mondmenschen, er telegrafierte bereits
(vor Faraday).

"In einem Brief an Gauß vom 26. 1. 1802 berichtete von Zach
von Helligkeitsschwankungen der Ceres, kam aber nicht auf die Idee, dass es sich
dabei um den Rotationseffekt einer nicht überall gleichhellen Oberfläche handeln
könnte. Überhaupt war die Frage nach der physischen Beschaffenheit der Himmels-
körper damals von untergeordneter Bedeutung, denn es gab ja noch nicht die Spek-
troskopie, welche zusammen mit der Fotografie seit etwa 1860 den Schlüssel zur
Erforschung der Physik der Himmelskörper bis in die heutige Zeit hinein darstellt."

"Gauß hielt es nicht für völlig ausgeschlossen, dass der Mond bewohnt sein könnte,
und machte sich gegenüber seinem ehemaligen Lehrer Eberhard von Zimmermann
(1743–1815) Gedanken über Kommunikationsmöglichkeiten mit den hypothetischen
Mondbewohnern."

https://www.univerlag.uni-goettingen.de/bitstream/handle/3/isbn-978-3-930457-72-4/gbs_30.pdf?sequence=1

Gauss in einem Brief an Olbers.

"Nicht weniger interessant wäre die Frage über die Folgen, welche der Stoss
einer festen Masse von 2 — 10 Meilen im Durchmesser gegen die Erde
unter plausibeln Voraussetzungen für die Dichtigkeit und relative Ge-
schwindigkeit [derselben hätte].
Ich bin geneigt zu glauben, dass bei
einem Durchmesser von 10 Meilen ein Untergang des ganzen Menschen-
geschlechts auf dem festen Lande dadurch sehr wohl denkbar und
vielleicht auf Schiffen auf dem Weltmeere die einzige Rettung zu er-
warten wäre.

Vielleicht auch da nicht. Ist die von Cordier neulich wieder so
lebhaft unterstützte Behauptung wahr, dass in einer vergleichungsweise
gar nicht grossen Tiefe unter der Oberfläche schon alles im glühend-
geschmolzenen Zustande, also die feste Rinde gar nicht sehr dick
ist, so wird diese selbst von einem sehr kleinen Kometenkern ein-
brechen und zertrümmert werden, dadurch die Hölle gleichsam hervor-
brechen und alles zerstören und ins alte Chaos verwandeln. Wir beide,
lieber Olbers, und unsere Kinder können es aber noch geruhig ab-
warten.

Doch verzeihen Sie, lieber Olbers, diese Träumereien. "

Im Fouqué kommt Gauss nicht vor. Massenbach ruht sich ohne Gauss bei Olbers aus.

Fouqué war nach Schmidt ein erfolgloser Autor, der schrieb, wie er dachte, unzeitgemäß, und wäre es auch geblieben, nur durch die Missdeutung, Missinterpretation seines Publikums einer unsicheren Zeit hatte er Erfolg und wurde 1820 fallengelassen. Der Vorwurf wird der Person Fouqué gemacht, die für den Autor nicht zutrifft.

Mit modernen Problemen gibt Schmidt sich nur ab, soweit sie jemand (Massenbach oder Fouqués Zeitgenossen) (~ ±1700-) 1800-1850  vorhergesehen hat, und Schmidt stellt sich deren damalige Vorschläge zum nachgebildeten Heute zusammen.

[Ich erprobe abschließend Herrn Jürgensmeiers Programm und teste Schmidt auf "mathematischen" Gehalt, es liegt nicht in Schmidts literarischer Absicht uns diesen zu erhellen. In seinen möglichen Geschichtskonstellationen ist Schmidt unhistorisch wie jede Physik oder ein willkürliches mathematisches Modell, und wird sich nicht
deterministisch festlegen lassen. Ist das nun Feigheit?]

Schmidt ignoriert ab Fouqué die Wissenschaft der Reichskanzler (Hertz, Helmholtz, Bismarck) von ungefähr 1871 bis zu ihrem Ende. Oder die Gesamtschau ist schiefsymmetrisch und er hangelt sich von Trick zu Trick. Siehe Das Schmidtarno.




Bitte betrachten:
Jesus hat die Geldwechsler aus dem Tempel gehauen.

Im Tempel schufen die Tempeldienerinnen, Fachwort? (Vestalin), mit Hysterie Wirklichkeiten, wie heute an der Börse.

Financial kann man oben durch philosophical ersetzen und es ist Zustand bei den Konstruktivisten der Logik und den lokalen Feldtheoretikern mit endlicher Lichtgeschwindigkeit. Das alles ist, wie ich jetzt verstanden habe, trivial, der Mittelwert -(Gauss)-satz der Differential- und Integralrechnung, verallgemeinert.

Ich und Musil sind mit Gauss bei Ceres und Kepler mehr die Ferntheoretiker, wir wissen nicht, was zwischen Ceres, der Sonne und den störenden Planeten oder in der Liebe geschieht.

Die Nahwirker wissen das schon, bleiben aber mit Benn lokal. Die Nahwirkung wird mit der Ausbreitung eines Gerüchtes verglichen, von Paul Karlson, sehr anschaulich.

Das kann dann alles mit Gauss und literarisch mit Musil, Mach und Hertz abgerundet belegt werden.

 
Und dazu ist die ostdeutsche gierige Gerüchtementatliät gut geboten, es funktioniert noch.

Welcher Literat arbeitet mit Gerüchten? (Den Stil des empfohlenen Jergović, dantesche Hölle, habe ich inzwischen auch woanders wiederentdeckt (schon dagewesen). Pythagoras kommt in die christliche Hölle, nicht weil er in der Mathematik etwas richtig gemacht hat, sondern weil er mit seinen theoretischen Musikversuchen
die Musik versaut hat.)


Als Fouquéradler und Profitbankrotteur kommt der Wind, bei märkischen minus 15 Grad, immer von vorne und es geht immer bergauf, diese kleine Rechnung eines  eindimensionalen Rotors ist die seines nichtverschwindenden Umlaufintegrals, nicht der Silhouette sondernder Stellung des Radlers im Wind, am Hang, also soll Literatur Widerstand bieten, der Autor zwischen Leser und dessen Wunscherfüllung, der Weg im Buch erzeugt Widerstand, und ich fühle mich lebendig wie der weltergriffene Fisch auf dem Fahrrad.
 

30. Januar 2018

Antigonus und Philaminte

Jedes Kunstwerk muß exemplifizieren, den Gehalt haben, muß in seiner Einmaligkeit die Einheit und Universalität des Gesamtgeschehens aufweisen können. Wir wollen uns daher keiner zufällig durch die Zeitung oder von der Phantasie uns zugewehten Geschichte hingeben, sondern uns diese in bewußter Konstruktion selber herstellen. Annehmend, daß Begriffe mittlerer Allgemeinheit eine allseitige Fruchtbarkeit zeitigen, sei der Held im Mittelstande einer größern Provinzstadt, sagen wir etwa in der Person eines Gymnasialsupplenten lokalisiert. Soferne derselbe Mathematik und Physik unterrichtete, kann vorausgesetzt werden, daß er diesen Beruf aus einer kleinen Neigung und Begabung zur Auflösung näherer Probleme erwählt habe, denen er in eigenen Studienjahren mit schöner Hingabe, roten Ohren und einem kleinen Glücksgefühl im klopfenden Herzen oblegen haben dürfte, ohne allerdings die Erstellung weiterer und höherer Aufgaben und Prinzipien zu bedenken oder zu erstreben, wohl aber mit der Ablegung der Lehramtsprüfung einen logischen, definitiven und bürgerlichen Abschluß findend. Es paßt in den solcherart imaginierten Charakter, daß er die Formen des Lebens mit der gleichen Selbstverständlichkeit hinnehme wie die Formeln der Mathematik: beide als seiende Dinge, über deren Realität man sich keine weiteren Gedanken zu machen hätte, denen Fiktivität zuzumuten verwunderliche Schrulle wäre und deren einzige Problematik in gewissen Schwierigkeiten ihrer Kombinationsfähigkeit, das heißt Auflösbarkeit sich dartue. Die Einteilungsfähigkeit und -aufgabe der rechnerischen und erlebten Materie war ihm stete Sorge, aber auch interessiertes Vergnügen, und immer darauf erpicht, daß »es genau ausgehe«, hatte er zu den Fragen seiner sogenannten Wissenschaft dasselbe Verhältnis wie zu denen seiner Stundeneinteilung, seiner Geldsorgen und denen jener Lebensfreude, die ihn als solche gar nicht berührte, die er aber irgendwie mitzumachen sich verpflichtet fühlte, da sie von den Kollegen anerkannt wurde, mithin ein seiendes Ding darstelle, dessen Forderungen zu erfüllen waren. Er trank ohne sonderliches Behagen Bier, besuchte nachher das öffentliche Haus, hatte Wege zum Spezialarzte, gab Stunden, fuhr auf der Straßenbahn, stand im Laboratorium, fraß in den Ferien an Mutters Tisch, schwarze Nägel zierten seine Hände, rötlichblonde Haare seinen Kopf, von Ekel wußte er wenig, Linoleum schien ihm ein günstiger Bodenbelag.
Eine solche Existenz, vollständig determiniert von den Dingen einer ebenen Außenwelt, in der kleinbürgerlicher Hausrat und Maxwellsche Theorie einträchtig und paritätisch durcheinanderstehn, muß als Minimum von Persönlichkeit angesehn werden, so daß sich mit Recht die Frage erhebt, ob ein solches Non-Ich Gegenstand menschlichen, geschweige denn novellistischen Interesses sein dürfe, da man ja sonst ebensowohl die Geschichte irgend eines toten Dinges – sagen wir beispielsweise einer Schaufel – entwickeln könnte.
Dieser Einwand ist um so berechtigter, da nicht einzusehn ist, wie sich die Verhältnisse mit Ablegung der Lehramtsprüfung wesentlich ändern sollten. Wohl mußten im Kopfe des Helden – Namen tun nichts zur Sache, er heiße also Antigonus – doch auch irgend welche eigene Gedanken gewesen sein, umsomehr als die kleine Denkbegabung zur Mathematik unleugbar vorhanden war, aber sie blieben an das hier und jetzt Gegebene gebunden. Immerhin verdichtete sich dieses Denken zur Zeit der Examina zu gewissen Zukunftshoffnungen und vagen Bildern: er sah sich im eigenen Heim, sah, wenn auch ein wenig schwankend, das künftige Speisezimmer, aus dessen abendlichem Dunkel die Konturen eines schön geschnitzten Anrichteschrankes und der grünliche Schimmer des wohlgemusterten Linoleumfußbodens deutlicher sich abhoben. Auch ließ das Futurum exactum dieser Formungen ahnen, daß in jener Wohnung eine Hausfrau vorhanden zu sein haben werde, was jedoch alles, wie gesagt, schemenhaft blieb. Die Erheiratung einer Frau war ihm im Grunde genommen unvorstellbare Angelegenheit: wenn ihm auch beim Bilde der zukünftigen Hausfrau gewisse erotische Schwaden durchs Gehirn zogen und etwas in ihm meckerte, daß er deren Unterkleidung so genau kennen werde, mit allen Fleckchen und Löchern, wie seine eigene, wenn ihm also jenes Weib einmal als Mieder, einmal als Strumpfband angedeutet wurde – dies auszudrücken, vermöchte eine hierherzusetzende Illustration Kokoschkas – so war es ihm anderseits undenkbar, daß ein konkretes Mädchen oder Weib, mit dem man normale Dinge in normaler Syntax reden könnte, irgendeine sexuelle Sphäre hätte. Frauen, die sich mit derlei beschäftigten, standen völlig abseits, keinesfalls niedriger als jene, aber in einer völlig andern Welt, die mit der, in der man lebte, sprach und aß, nichts gemein hatte: sie waren andere Lebewesen fremdester Konstitution, die stumme oder zumindest unbekannteste irrationale Sprache redend sich vorzustellen ihm nahe lag. Denn wenn man – ohne auch gerade biervoll zu sein – zu diesen Frauen gelangte, so geschahn die Dinge mit großer zielbewußter Fixheit, und niemandem wäre es beigefallen, etwa über Staubtücher – wie seine Mutter – oder über diophantische Gleichungen – wie die Kolleginnen – zu reden. Es erschien ihm daher unerklärlich, daß es je einen Obergang geben könne von diesen rein objektiven Themen zu jenen subjektiven, es war ihm dies ein Hiatus, dessen Entweder-Oder (ein Urquell alles Sexualmoralismus) sich übrigens gleicherweise in der Wedekindschen Psyche leicht aufweisen läßt.
Wenn wir also Antigonus in die Konstruktion einer erotischen Begebenheit hineinsetzen wollten, so dürfte sich die Möglichkeit ergeben, daß er im Dilemma seiner Determinanten jene voluntaristische Entscheidungsfähigkeit eines verantwortlichen Ichs erlange, die ihn zu novellistischer Heldenhaftigkeit eben doch berechtigen würde.
Vorderhand geschah natürlich nichts dergleichen. Antigonus legte die Examina ab, erhielt eine Supplentenstelle mit dem Auftrage, sein nunmehr abgeschlossenes Wissen weiterzugeben, was ihm unschwer gelang, denn dieses war ihm, wie bereits berichtet, in keiner Weise persönliche Angelegenheit, sondern eben ein Paket, das nunmehr säuberlich abgeschnürt und handlich sowohl dorthin als daher gelegt werden konnte. Aus der gleichen Vorstellung heraus gab er dem Schüler kleine Paketchen seines Wissens, und dieser mußte sie ihm in Gestalt von Prüfungsergebnissen wieder zurückgeben. Wußte der Schüler nichts zu antworten, so bildete sich Antigonus die wenn auch nicht klare Meinung, jener wolle ihm sein Leihgut vorenthalten, schalt ihn als verstockt und war solcherart mit einem gewissen Temperamente an seinem Berufe beteiligt. Hatten die Schüler sein Wissen zur Leih, so war ihm jedes Klassenzimmer, in dem er unterrichtete, bald Aufbewahrungsort eines Stücks seines Ichs, gleich wie der Kasten in seinem kleinen Monatszimmer, der seine Kleider beherbergte und die er sinngemäß als ebensolche Teile selbigen Ichs rechnete. Fand er in der Tertia seine Wahrscheinlichkeitsrechnung, zu Hause im Waschtisch seine Schuhe vor, so fühlte er sich unzweideutigerweise der Umwelt gegeben und verknüpft.
Solches Leben währte einige Jahre. Hierauf trat die von uns als notwendig vorweggenommene erotische Erschütterung ein. Um nicht fernab zu schweifen, gesellen wir Antigonus ein naheliegendes Komplement bei, nämlich seiner Hauswirtin Töchterlein, das einem meiner Freunde zuliebe Philaminthe genannt sei.

Es entsprach der Weibauffassung des Antigonus, jahrelang ohne irgendeinen Wunschgedanken neben einem Mädchen einherleben zu können. Ob dieses Negativum auch der Wesenheit des Mädchens entsprochen hatte, bleibt eigentlich irrelevant, denn Antigonus wäre sicherlich nicht der Mensch gewesen, ihr bürgerliches Seufzen zu verstehn, und da es ohne männlichen Angriff eben meistens nicht geht, so wäre ihr Begehren gewißlich in Kürze eingeschlafen. Es ist daher anzunehmen, daß Philaminthes Phantasie, gleichgültig ob sie sich jemals mit Antigonus befaßt hätte oder nicht, auf auswärtige Objekte gerichtet war, und man wird nicht fehl gehn, ihr romantischen Charakter zuzusprechen. Es ist beispielsweise in kleinern Städten üblich, täglich den Bahnhof zu besuchen, um den durchfahrenden Schnellzug anzustaunen, einer Sitte, der Philaminthe gerne folgte. Wie leicht ist es nun möglich, daß ein junger Herr, am Fenster des abrollenden Zuges stehend, dem nicht unhübschen Dinge zugerufen hätte: »Komm doch mit«, eine Begebenheit, die Philaminthe fürs erste in einen blöde lächelnden Pfahl verwandelt hätte, der nur mit schweren Füßen nach Hause gelangte, nachts aber sie von nun an immer häufiger träumen ließ, daß sie mit müden, ach so müden Beinen enteilenden Zügen nachzulaufen hätte, die auf Griffweite erlangbar in nichts versanken; blickte sie dann tagsüber von der Näherei auf, stundenlang den aufreizend unvollkommenen Zickzackflug der Fliegen um die Stubenlampe verfolgend, so erstand jene Bahnhofszene aufs Neue: es wurde ihr deutlich, daß sie wohl noch auf den abfahrenden Zug aufspringen, vielleicht eine rührende Verletzung bei diesem kühnen Sprunge davontragen hätte können, um sodann gebettet auf den weichen Polstern der I. Klasse und handgehalten von ihm in die dunkle Nacht hinauszufahren; Schaffner hätte sich, nachdem er Buße für die fehlende Fahrkarte samt reichlichem Trinkgeld erhalten, unterwürfig zurückgezogen, und es blieb nur offen zu überlegen, ob im entscheidenden Augenblicke die Notbremse ihrer Ehre erreichbar gewesen wäre oder nicht, da beide Alternativen atembeklemmende Möglichkeiten boten. In solcher Sphäre lebend, hatte sie also wenig Sinn für Antigonus, denn wenn sie auch nicht seine grau-gestrickten Socken, die sie ausbesserte, gestört hätten – auch den Schnellzugsgeliebten würde sie wohl nicht anders als grausockig präzisiert haben, wenn sie sich die Frage überhaupt vorgelegt hätte –, so stand doch fest, daß Antigonus seine Sonntagsausflüge mit Rucksack und Gamsbart IV. Klasse besorgte, und selbst der Hinweis auf die Pensionsfähigkeit seiner Laufbahn hätte nicht vermocht, ihr Blut rascher fließen zu lassen.
So versteht es sich, daß diese beiden Menschen nur aus raumzeitlicher Zufälligkeit aneinander geraten konnten, daß in grob-materialer Dunkelheit sich ihre Hände aus wirklichem Zufall begegneten und daß das Begehren, das jäh zwischen Männer- und Frauenhand da emporflammte, zu ihren eigensten Erstaunen es tat. Sie sprach die reinste« Wahrheit, als sie, an seinem Halse hängend, wiederholte: »ich wußte ja nicht, daß ich dich so lieb habe«, denn das konnte sie vorher wahrlich nicht wissen.
Antigonus fand sich durch den neuen Sachverhalt einigermaßen beunruhigt. Er hatte nun den Mund stets voll Küssen, und stets sah er die Türwinkeln ihrer Umarmungen, die Bodenstiege ihrer raschen Zusammenkünfte vor sich. Schläfrige Pausen erlebte er am Katheder sitzend, kam mit dem Lehrstoffe nur ruckweise vorwärts, hörte den Prüflingen nur zerstreut zu und schrieb indessen »Philaminthe« oder »ich habe dich lieb« aufs Löschblatt, dies jedoch keinesfalls in normaler Buchstabenfolge, sondern er verteilte, damit des Herzens Geheimnis sich nicht verrate, die Buchstaben nach willkürlich erklügeltem Schlüssel über das ganze Löschblatt, wobei die nachträgliche Wiederzusammensetzung der magischen Worte ein zweites Vergnügen an ihnen darstellte.
Wenn er dabei Philaminthes über alle Maßen gedachte, so sah er sie allerdings nur in ihrer flüchtigen Geschlechtsbereitschaft. Hinter den Türen Geliebte, in der Öffentlichkeit neutrale Gesprächspartnerin – das heißt, man sprach vom Essen und der Häuslichkeit –, war ihm das Mädchen doppeltes Lebewesen geworden, und während er des einen Namen sehnend aufs Löschpapier malte, war ihm das andre gleichgültig wie ein Möbelstück.
Philaminthe, dieserhalb weniger punktuell veranlagt, faßte eines Tages ihre Erkenntnis in die glücklich gefundenen, glücklich gewählten Worte: »Du liebst nur meinen Körper«, und wenn sie auch zwar nicht recht wußte, was sonst Liebenswertes an ihr zu finden wäre, ja wenn sie sich – und da kann Wedekind wieder als Zeuge angerufen werden – auch wahrscheinlich jede andre Art Liebe verwundert verbeten hätte, so war dies weder ihr noch ihm bekannt, und beide empfanden die aufgeworfene Tatsache als Kränkung.
Antigonus nahm sichs zu Herzen. Hatte ihr Liebesspiel bis jetzt erst nachmittags begonnen, wenn er aus der Schule heimkehrte und die Mutter ausgegangen war, während stiller Übereinkunft gemäß der Morgenstunden relative Ungewaschenheit von dieser ästhetischem amourösen Tätigkeit ausgeschlossen geblieben war, so bemühte er sich nunmehr, die Universalität seines Liebens durch dessen Ausdehnung auf sämtliche Tagesstunden zu beweisen. Nie verabsäumte er in der Folge, den ihm knapp vor dem Schulgange gebrachten Kaffee rasch schlürfend, ihr einige innige und leidenschaftliche Worte zuzuraunen, und die Zusammenkünfte auf der Bodenstiege, früher bloß ein eilendes und ununterbrochenes Finden von Mund zu Mund, wurden nun vielfach zu einem sinnigen, stummen Aneinanderpressen und Handverschränken verwendet. Auch sie schien Zugang zu seinem Geiste zu suchen: korrigierte er abends seine Hefte und waren sie allein zu Hause, so wurde diese Zeit oft nicht mehr zu tollen Umarmungen verwendet, sondern sie nötigte ihn bei seiner Arbeit zu bleiben, die er unter der Petroleumlampe am Speisezimmertische ausführte, räumte inzwischen im Halbdunkel beim schöngeschnitzten Anrichteschranke und kam nur manchmal zu ihm, seinen blonden unter der Lampe gebeugten Scheitel, der wenigen Haarschuppen nicht achtend, zu küssen oder, Hand auf seiner Schulter oder Schenkel ruhend, sich still und traulich zu ihm zu setzen.
Wir wollen nicht rechten, ob die Mutter im Hinblick auf seine Pensionsfähigkeit häufig genug abwesend war, denn weder Antigonus noch Philaminthe dachten in ihren Seufzern vorderhand an bürgerlichen Segen, vielmehr hegten sie eine panische Furcht vor plötzlicher Heimkehr der Alten, hatten für diesen Augenblick immer einen genau festgelegten Sitz- und Beschäftigungsplan parat, um den Kupplerblick, soferne die abgearbeitete Alte einen solchen gehabt hätte, was aber schließlich doch nicht unwahrscheinlich gewesen wäre, mit Harmlosigkeit aufzufangen.
Es war also keineswegs Angst vor der Ehe, deren Joch er in seiner Liebesbereitschaft sogar willig akzeptiert hätte, die ihn in einen Zustand des Unbehagens brachte, sondern wir müssen, soferne wir die Setzung dieses Unbehagens gelten lassen, uns der schematischen Weibauffassung erinnern, in der Antigonus früher lebte, um zu verstehn, daß ihm die neue Sachlage nicht sonderlich adäquat sein konnte und daß sich Komplikationen ergeben werden. Es könnte beispielsweise Antigonus an seiner steten Aufgabe zur Gefühlssteigerung, an seiner unausgesetzten Spannung, das »ich-hab-dich-lieb«, das beim ersten Kusse zwar erstaunlich aber immerhin einfach ins Wort trat, jetzt mit einem Pathos erfüllen zu müssen, dessen Arsenal keineswegs einfach zu handhaben war, glattweg ermüden und sich aus seiner komplizierten Hingabe nach jenen einfachen und ruhigen Formen der Liebe sehnen, die einst die ausschließlichen für ihn waren; ein Augenblick der Hemmungslosigkeit könnte bald eintreten, und Antigonus würde fliegenden Pulses zum Ziel der Sehnsucht seiner niedrigen Lüste enteilen, um allerdings allsobald, im gleichen Tempo und in schweigender Angst vor dem Spezialarzte, zu Philaminthe zurückzujagen, die Sprachlose mit der Erzählung einer romantischen Verführung – die Frau eines Generals zog ihn in ihr Haus und Schlafgemach – imponierend zu überrumpeln. Wir wollen den sich anschließenden atemlosen Dialog Heinrich Mann überlassen und uns nach andern Kombinations- und Entwicklungsmöglichkeiten umsehn.
Antigonus malte nach wie vor Philaminthes Namen auf Löschblätter, doch ohne Teilnahme, setzte das Wort auch nicht wieder aus kunstreicher Zersplitterung zusammen, sondern verfolgte mit gereizter Aufmerksamkeit die Schüler, die weniger denn je wußten. Die Anspannung seiner Gefühle hatte ihm den Begriff des Seienden verschoben: lag es früher in seinem kleinen Wissen, das er mit den Schülern tauschte, in den Kleidern, die er in bestimmter Ordnung anlegte, in der pflichtgemäßen Rangordnung, in der er mit Vorgesetzten und Gleichgestellten zu verkehren hatte, so hatten diese unzweifelhaft berechtigten Belange nunmehr unliebsamerweise in seinem Ich keinen Platz mehr: Philaminthens Aufgaben, die er eben wie jede andere voll auf sich genommen hatte, war eine Unendliche, denn mehr als ihren Körper lieben, hieß nach einem unendlich fernen Punkte streben, und dies zu vollziehen, bedurfte es aller Kräfte der armen, erdgebundenen Seele. Und muß diese das aufgeben, was ihr wirkliche Welt bedeutete, also ihr ausgebreitetes metaphysisches Werterlebnis, so ist sie leicht geneigt, nicht nur sich selbst, sondern auch das ganze wunderbare Phänomen ihres bewußten Seinsbestandes zu entwerten und zu negieren.
Alles Unendliche ist einmalig und einzig. Und da des Antigonus Liebe sich bis ins Unendliche projizierte, wollte sie auch einzig und einmalig sein. Dem aber stand die Bedingtheit ihres Werdens gegenüber. Nicht nur, daß er zufällig gerade an das Gymnasium dieser kleinen Stadt versetzt wurde, nicht nur, daß er zufällig gerade bei Philaminthens Mutter Zimmerherr werden mußte: es war die wahllose Zufälligkeit des so plötzlich perfektionierten Liebesbeginns, die er nunmehr als Ungeheuerlichkeit empfand, und die Erkenntnis, daß das Begehren, das damals zu ihrem Erstaunen in ihren Händen emporschoß, das gleiche sei, das er in den Armen jener Frauen erlebte, die er jetzt als Huren beschimpfte. Doch hätte er sich über diesen Mangel an Einmaligkeit, so sehr er ihn auch wirklich schmerzte, von seiner Seite schließlich hinweggesetzt, wenn er ihn nicht folgerichtigerweise auch bei Philaminthen hypostasieren hätte müssen. Denn das Subjekt kann in seinem Streben nach Unendlichkeit zu eigenerlebter, einmaliger Universalität vielleicht wachsen, seinen objektiven Gegenpol zu gleicher Größe zu erweitern, bedarf es aber einer Phantasie, die wohl Dante, jedoch kaum Gabriel Rossetti, zum wenigsten Antigonus, aufbrachte. Dies heißt aber, daß er die Flamme des Begehrens stets um Philaminthens Händen sah und, obwohl ihrer Treue sicher, an der Möglichkeit ihrer Untreue leiden mußte und sicherlich tiefer als er es in jedem materialen Fall vermocht hätte.
So wurde er nicht nur in der Schule unleidlich, sondern auch dem Mädchen gegenüber. Setzte sie sich, ihrer Gartenlaubenhabitüde folgend, traulich zu ihm, so riß er sie manchmal an sich, biß ihr die Lippen wund, um sie einandermal wieder ungelenk wegzustoßen; kurz, er äußerte alle Ungezogenheiten der Eifersucht in ihrer rüpelhaftesten Form. – Es muß eigentlich nicht eigens erzählt werden, denn es versteht sich von selbst, daß Philaminthe schon längst, in Mutters Eßzimmer, Antigonus' Geliebte geworden war. Wenn sie damals ihre letzte Gunst, wie sie das nannte, was in Ansehung des von allem Anfang an als selbstverständlich Gewährten eher als symbolische Besitzergreifung zu bezeichnen wäre, wenn sie diese letzte Gunst auch lange hintangehalten und sich eigentlich erst gegeben hatte, als er, um ihr eben zu beweisen, wie seelisch er liebe, keinerlei diesbezügliche Wünsche und Gesten mehr äußerte, so lag es jetzt auf dem Wege ihrer gradlinigen Phantasie, daß sie, keiner Schuld sich bewußt, die Krise, die sie mit Verständnislosigkeit an ihm bemerkte, durch die verpönte körperliche Liebe zu heilen suchte, ihm eifrig das entgegenbringend, was sie sonst, schelmisch erhobenen Fingers, ihm so gern verzögerte. Die Arme! sie wußte nicht, daß sie damit nur Öl ins Feuer goß. Denn wenn Antigonus die sogenannte Gunst auch nicht verschmähte, so war es nachher um so ärger, denn umso klarsichtiger erkannte er, daß das ihm Geschenkte ebensowohl und mit gleicher Leidenschaft jedem andern hätte zu Teil werden können.
Er hatte sich nie mit andern verglichen, hatte stets seinen Unwert nur an der Unendlichkeit seiner Aufgabe gemessen. Nun sah er auch mit Schrecken, daß eine Unzahl junger und eleganter Männer durch die frühsommerlichen Straßen sich bewegten, und nie verließ ihn mehr der Gedanke, daß jene mit Leichtigkeit und im Meßbaren bleibend, lächelnd über ihn, den Über-sich-ausholenden, nicht nur Philaminthens, nein aller Frauen Liebe genössen, die allesamt für ihn bis jetzt unberührbar, doch nichts anderes seien als schlechte Weiber.
Zu ihr zurückkehrend, würgte er sie am Halse mit der Motivierung, niemand, hörst du, niemand könne und werde sie je so lieben wie er, und die Tränen des entsetzt geschmeichelten Mädchens, dessen romantischer Sinn die Situation bejahte, flossen mit den seinen zusammen, beschließend, daß nur der Tod von solcher Qual erlösen könne.
Philaminthens Phantasie nahm das Wort des Sterbens auf und wandelte die Vorzüge der Todesarten ab. Die ungestümen Formen ihrer Liebe forderten ein großes Ende, und sie hätte sich nicht gewundert, hätte ihnen Edschmid 16 gedungene Mörder auf den Leib geschickt. Da dies jedoch nicht geschah und sich auch nicht die Erde zu erwünschtem Beben öffnete, noch der Hügel vor der Stadt Lava zu speien anfing, vielmehr Antigonus trotz schmerzverzerrter Miene täglich zur Schule wandelte und sie schon voll blauer Flecke war, vermochte sie ihn, ein Ende zu bereiten, daß er einen Revolver erstünde. Er fühlte, und wir, die wir es herbeiführen, mit ihm, daß damit die Würfel gefallen seien. Mit trockenem Munde, feuchten Händen betrat er das Waffengeschäft, stotternd das Verlangte bezeichnend und gleich sich entschuldigend, daß er solches zu seiner Verteidigung auf einsamen Wanderungen benötige. Mehrere Tage hielt er seinen Kauf verborgen, und erst, als sie, eines Morgens den Kaffee bringend, ihm mit zurückgeworfenem Kopfe zuflüsterte: »Sage mir, daß du mich liebst«, legte er ihr zum Beweise die Waffe auf den Tisch.
Nun erfolgten die Dinge mit großer Eile. Den nächsten Sonntag trafen sie sich, sie einen Besuch bei einer Freundin vorschützend, wie so oft, im Nachbarorte zu gemeinsamer Wanderung. Ein letztes Mal sich in den Armen zu ruhen, hatten sie einen verschwiegenen Waldplatz mit schöner Fernsicht auf Berg und Tal gewählt, dem sie nun zustrebten. Aber der Blick, dessen Weite sie sonst als schön bezeichneten, sagte ihnen in ihrer Beklommenheit nichts mehr. Sie durchstreiften bis in die Nachmittagsstunden ziellos den Wald, hungrig, da das Essen nicht zum Tode paßte, und ruhten endlich wahllos und erschöpft zwischen den Büschen. »Es muß sein«, meinte Philaminthe, und Antigonus zog die Waffe hervor, lud sie behutsam, legte sie vorsichtig neben sich nieder. »Tu's rasch«, befahl sie und schloß in letztem Kusse die Arme um seinen Hals.
Über ihnen rauschten die Bäume, Licht brach in kleinen Flecken durch leichtbewegte Buchenblätter, und weniges sah man vom wolkenlosen Himmel. Der Hand erreichbar lag der Tod, man mußte ihn bloß aufnehmen, jetzt oder in zwei Minuten oder in fünf, man war völlig frei, und der Sommertag war zu Neige, ehe ihn die Sonne verblaßte. In einer einzigen Handbewegung konnte man die Vielheit der Welt erledigen, und Antigonus empfand, daß sich eine neue und wesentliche Spannung zwischen ihm und jenem Komplexe auftat. Der Freiheit eines einigen und einfachen Entschlusses gegenüber wurde auch dessen Willensobjekt zur Einheit, wurde rund und schloß sich in sich, handlich in seiner Totalität wurde es problemlos und ein Wissen der Ganzheit, wartend, daß er es aufnehme oder wegstelle. Eine Struktur absolut ausgehender Ordnung, gelöster Klarheit, höchster Realität ergab sich, und es wurde sehr licht in ihm. Fernab rückte der Totaleindruck der Welt, und mit ihm versank das Gesicht des Mädchens unter ihm, doch verschwanden sie keineswegs völlig; vielmehr fühlte er sich jener Weltlichkeit und dem Weibe intensiver gegeben und verknüpft denn je, erkannte sie weit über jede Lust hinaus. Sterne kreisten über dem Erleben, und durch den Fixsternhimmel hindurch sah er Welten neuer Zentralsonnen im Gesetze seines Wissens kreisen. Sein Wissen war nicht mehr im Denken des Kopfes; erst glaubte er die Erleuchtung im Herzen zu fühlen, aber sie dehnte sich, sein Ich mitweitend, über ihn hinaus, floß zu den Sternen und wieder zurück, erglühte in ihm und kühlte in sehr wundersamer Milde, öffnete sich und wurde zu unendlichem Kusse, empfangen von den Lippen der Frau, die er als Teil seiner selbst und doch schwebend in maßloser Entfernung erfaßte und erkannte. Denn das Ziel des Eros ist das Absolute, das erreicht wird, wenn das Ich seine brückenlose, hoffnungslose Einsamkeit und Idealität, über sich und seine Erdgebundenheit hinauswachsend, dennoch durchbricht, sich abscheidet und im Ewigen Zeit und Raum hinter sich lassend die Freiheit an sich erwirbt. Im Unendlichen sich treffend, gleich der Geraden, die sich zu ewigem Kreise schließt, vereinigte sich die Erkenntnis des Antigonus: »Ich bin das All« mit der des Weibes: »Ich gehe im All auf« zu letztem Lebenssinn. Denn für Philaminthen, im Moose ruhend, erhob sich das Antlitz des Mannes zu immer weitern Fernen und drang dennoch immer tiefer in ihre Seele, verschmolz mit dem Rauschen des Waldes und dem Knistern des Holzes, mit dem Summen der Mücken und dem Pfiff der Lokomotive zu einem rührenden und beseligenden Schmerze der vollkommenen Geheimnisenthüllung eines empfangenden und gebärenden Wissen des Lebens. Und während sie die Grenzenlosigkeit ihres wachsenden und erkennenden Fühlens entzückte, war ihre letzte Angst, solches nicht festhalten zu können: geschlossenen Auges sah sie vor sich, vom Rauschen und von Sternen umgeben, das Haupt des Antigonus, und ihn lächelnd von sich haltend, traf sie sein Herz, dessen Blut sich mit ihrer Schläfe vermischte. – – Es ist der anmaßende Irrtum der Naturalisten, daß sie den Menschen aus Milieu, Stimmung, Psychologie und ähnlichen Ingredenzien eindeutig determinieren zu können vermeinen. Wir wollen uns hier mit der materialistischen Beschränktheit nicht auseinandersetzen und bloß anmerken, daß der Weg Philaminthens und Antigonus wohl zur Ekstase hätte führen können, um in ihr den unendlich fernen Punkt eines außerhalb der Leiblichkeit und doch in ihr eingeschlossenen Liebeszieles zu finden. Da aber, wie gesagt, das Menschliche keineswegs eindeutig ist, so ist immerhin auch anzunehmen möglich, daß der Weg vom Schäbigen ins Ewige für Antigonus und Philaminthe vorzeitig abgebrochen worden wäre. Wenn auch die Todesbereitschaft als solche eine gewisse Katharsis bildet, deren logische Lösung und Folge als eine kleine spießbürgerliche Befreiung ihrer armen Seelen zu denken ist, als eine Festigung der Seinsanschauung aus Labilität ihrer kleinen Qual, so wäre, nachdem sich die Dinge zwischen den Gebüschen eben bloß in gewohnt plumper Ungelenkheit vollzogen hätten, nichts andres übrig geblieben als das soi disant natürliche Ende. Spät abends hätten dann Antigonus und Philaminthe den letzten Zug erreicht, um einem Brautpaare schon gleich in einem Wagen erster Klasse, Hand in Hand, der Heimat zuzueilen. Würden Hand in Hand vor die ängstlich harrende und erschreckte Mutter hintreten, und pathetischen Gestus des Nachmittages beibehaltend kniet der Pensionsfähige auf dem grünlich schimmernden Linoleumboden nieder, den mütterlichen Segen zu empfangen.
Jedes Kunstwerk muß exemplifizierenden Gehalt haben, muß in seiner Einmaligkeit, die noch durchaus nicht Eindeutigkeit sein muß, die Einheit und Universalität des Gesamtgeschehens aufweisen können. Wir haben uns nichts vorgeflunkert, haben unsre Geschichte nach ihren Möglichkeiten hin durchdacht und darnach gemeinsam konstruiert. Wir wollen uns gegenseitig nichts vormachen, wir wollen uns aber auch nicht verhehlen, daß unsre Geschichte sehr schön ist. 

Von Franz Blei.

15. Januar 2018

Primat im Herbarium

Der Schmidtarno ist ein rückschreitender Langaffe, der im evolutionär zurzurückgebliebenen südamerikanischen Urwald lebt. Er erklettert geschickt höchste Baumwipfel und hält apodiktisch Gesamtschau über sein Blätterreich ohne Bestätigung durch zeitgeschichtliche Gerüchte. Gleichzeitig hat er eine mächtige Auffassungsgabe und kennt in seinem Wald die Schiefsymmetrie Besonderheit jedes einzelnen Blattes zum andern im Sinne der Unterscheidbarkeit des Unterscheidbaren und ordnet sie in geodätisch gekastelten Parzellen seines Urwalds. In schmarotzerhafter Symbiose lebt mit ihm das faulige, winzige Kartoffelstempeltierchen der Fischers, Cottas und Rowohlts. In grazilen kleinrhythmischen Schwüngen hangelt er sich trickreich,in Pirouetten um seinen Rückwärtsgang zu kaschieren, von Baumast zu Baumast und kann so an beliebigen Punkten seines kollossalen Urwaldes unerwartet und fast gleichzeitig mehrfach aufscheinen. Dieser Affe erzählt im Gegensatz zu den dort lebenden Menschentieren keine Geschichten. Er teilt eine gewisse Affinität zu einem bierbrauenden und brotbackenden Land, das seit längerem untergeht. Er ist ausgesuchter Einzelgänger. Gesehen wurde er nur von ausgewählten Philologen. Er stößt unheimliche Schreie aus. Seine Haut verkauft er nur teuer. Er praktiziert ein determiniertes Sexualleben vor allem mit sich selbst und pflegt einen noch unerforschten Ahnenkult.




10. Dezember 2017

methode der kleinsten fehlerquadrate ii + i

Angefertigt Samstag 02 Dezember 2017
Ich würfle stets 3 einhalb.
Zum Abmagern lösen wir ein Integral.
Göttingen entging der Bombardierung durch die napoleonische Armee, weil Gauss darin wohnte. Für diesen hatte sich ein französischer Mathematiker, der mit Gauss korrespondierte, bei Napoleon verbürgt, als für die Notwendigkeit (sic!) Göttingen auszusparen Gründe gefordert wurden, musste der bis dahin inkognito Mathematiker seine Identität offenbaren. Er war eine Frau.
Als Mathematikerin über Aristophanes nicht aber Gauss zu belehren.
Literarisches Motiv: Widerstandsgeschichten.
Ich kennen mehrere "Widerstandsgeschichten" bei Schmidt.

In den Stürenberggeschichten gibt es die des geretteten Juden.
In der Geschichte, der Bombardierung in der Schmidt die Zahlen-Koordinaten, des Zielorts ein wenig verändert, so dass der Schuss fehlgeht und Schmidt "Befehl ausgeführt!" meldet.
In der Wasserstraße beginnt die Schweikiade beim Anblick der grünuniformierten Herren über Leben und Tod.
Gibt es mehr solcher Geschichten?
Das Individuum als Masz ist darin, wie Descartes sagt, das Masz sei durch das Problem bestimmt oder willkürlich gewählt. Wie Schmidt in diesen Geschichten das Motiv Individuum als Maß (aller Dinge) angeht ist es definitorisch (und mathematisch) korrekt.
Bei einem Würfelversuch mit zwei Würfeln ist ICH = 7. Schmidt ist stets obenauf, mit genügend Versuchen.
Welchen Grund wollen wir denn annehmen? Den freien Willen? Aber was will er mir sagen,
Das Gegenteil davon ist Gauss, ein anarchistischer Realist, er rechnet mit falschen Zahlen richtige Ergebnisse. Siehe Anhang. Hier bemerke ich,
Naumman von CERN sagt beispielsweise von Higgsteilchen: Die Signifikanz ist so groß, dass wir von einer Entdeckung sprechen können.
?? Das statistische Auftreten passender Messergebnisse zu einer Versuchsanordnung?
Nicht nur die Literaturwissenschaft auch die Mathematik versteigt sich in Beweise die metamathematisch, mathematische Gedanken auf ein Mathematik angewendet und damit ein Problem erörtert, abgeleitet werden.
Abzählbar und Überabzählbar bezeichnet den Unterschied. Oder inkommensurabel, wie die Diagonale eines Quadrates Fläche 2 mit seiner Diagonale. Also ein Maszproblem. Es ergeben sich immer neue Maße.
Die konvergente Reihe für ln 2, lässt sich stets so umsortieren, dass sie jeden beliebigen Werte annehmen kann. Ist das Konvergenz? Bedingt.
Neue Begriffe stellen sich ein, wenn der Mast 5 aufgestellt werden soll.
Gauss geht nun mit Zahlen ganz anders um, und unterstellt ihnen Ungenauigkeit: Li\e\derlichkeit.
Schmidt selbst folgt dem blinden Zufall, hält sich bei seinen literarischen Vermessungen eng an Beobachtbares und sieht zu, dass die Fehler, wie es sich gehört und damit sie beherrschbar bleiben, zufällig sind. Er beschäftigt sich nur mit der Ungenauigkeit der Messwerte=Daten=Zitate.
[Die Schmidtzitate, als Messwerte genommen, die sich eng an ein Original halten finde ich besser. Diejenigen Zitate aus alten Lexika streuen mehr und sind ungenauer oder systematisch fehlerhaft.]

Zahlen sind reale @Repräsentanten von Messwerten und daher a priori ungenau.
Ein Messwert hat immer einen Fehler, dieser streut, wie eine Artilleriegranate ums Ziel, um den ideal wahren Wert. [Ists von Kant?]
Kann man bestellen und selber basteln

Dieser Zusammenhang drückt sich mathematisch in einer Wahrscheinlichkeitsverteilung aus, mit der man für den einzelnen Messwert, den Erwartungswert errechnen kann.
(Beispiel: Schmidt hat immer recht, bei einem dies repräsentierenden Würfelversuch mit zwei Würfeln, wenn die Augensumme pro Wurf gezählt wird, also denjenigen mit der größten Erwartung also 7 = ICH.)
Erstaunlicherweise teilen sich Logikwerte und Wahrscheinlichkeitswerte dieselben booleschen Rechengesetze.
(Beispiel 2: Der untergegangene Übermensch Schmidt hat die größte Scheiße überlebt, weil er mit seinen schäbigen schlauen Charaktereigenschaften den höchsten Erwartungswert des Überlebens hatte. Nun war sein eine entscheidende Spur zuviel Atomversuch nicht genügend erfolgreich, er ist nicht allein.
Er rät, suggeriert in seiner Erfolgsart den überlebenden Schmeissfliegen, dem Menschendreck, dem Pack, zu dem nächsten, die entscheidende Spur zu viel, Atomversuch, da er sich mit seinem eigenen Untergang nach Kierkegaard überfordert fühlt und nicht weiterkommt. Fliegen übertragen viele Krankheiten, auch diesmal braucht Schmidt wenig Überzeugungskraft, und sie bleiben damit erfolgreich. Nach der gelungenen Ausrottung ist Schmidt wieder allein. Vorher hat er allerdings die Fliegen zu ihrer eigentlichen geistigen Aufgabe animiert, sonst würde er alleine knietief drin waten, Scheiße zu fressen.)

Die Versuche sollen abzählbar unendlich sein, nicht überabzählbar, wie die Werte der ln2 Reihe.
Tatsächlich ist eine Versuchsanordnung stets endlich, sie hört, funktional beschrieben, irgendwo auf, dort hat sie mit der x-Achse eine Nullstelle. Die die Wahrscheinlickeitsverteilung beschreibende Exponentialfunktion hat diese Nullstelle im Unendlichen allein deshalb damit man deren Integral auswerten kann. Das ist ja nun mal idealistisch.
Hat Schmidt nun die Trajektorie eines literarischen Planetoiden mir entdeckt, sehe ich einen Asteroid Schmidt oder einen Leserasteroid auf seiner Bahn?
Fouqué ist unindividuell, gibt als Bahn untypischen festem Chaos ein Ziel : unendliche Geschichte der Zeiten.
Schizophren logisch: Orange verschluckt.
Es herrschst weiter expressionistisches Chaos. Olbers Paradoxon Keplers Vermutung
Praktischer Umgang mit Messergebnissen:
  • Kepler: Kombinatoriker und Astrologe
  • Zufällig
  • Funktional
Der Kombinatoriker sieht Zahlenharmonie. (Kepler sah selbst, dass sich seine nicht bestätigten, oder anders als er erwartet hatte.)
Bei zufälligen Zusammenhängen gleicht man mit einer Gerade aus.
(Das wäre Fouqués Lebenslauf, unbekannt, unindividuell, bankrotter Profiteur des Dreiklassenwahlrechts, der durchschnittliche Mensch geworfen in die Zeitläufe. Fouqué als Lästerfolie. Hat schon jemand herausgebracht warum Fouqué?)
Thematisch funktional bei Schmidt?
Reziprokes Abstandsgesetz oder Atheismus?
==============================================================
In dem Schulbuch von
1925, das Schmidt besessen haben könnte, Physik, Kleiber Naht, Schulbuch, steht etwas, dass der Asteroidengürtel ein "Gross geplatzter" Planet sei. Kein Pluto, weil der noch nicht entdeckt war.
Das Masz, Diagonale im Quadrat
Für jeden Messwert (=Zitat) kann man eine Erwartung an geben.
  • Zufall, Wahrscheinlichkeitsfunktion, Verteilung
  • Erwartungswert
  • systematischer
  • zufälliger Fehler
  • Signifikanz
  • Streuung (statistisch), Korrelation (funktional = dynamisch?)
  • Ursache
Individuum Schmidt hat Telegrafenmast 5 entscheidend weggebombt:
wir gehen mit Schmidt spazieren an Mast 3 vorbei an Mast 6.
Wo haben wir unsere Unterhaltung begonnen?
Wir berechnen. Mast drei halten wir für wichtig und gewichten ihn doppelt!
(6+3+3): 3 = 4
Aha, an Mast 4.
Wir spazieren wieder weiter, an Stelle von Mast 3 stehen tatsächlich zwei mit Nummer drei.
Wir sehen im Schauerfeld viele weitere Masten, wir besuchen eine größere Anzahl, sie tragen verschiedentlich wiederholt die Nummern 3, 4, 5, ein Abschnitt besteht aus Masten mit nur der Nummer 4.
Individuen, wie? 

methode der kleinsten fehlerquadrate i

Angefertigt Donnerstag 23 November 2017
Naumman von CERN sagt beispielsweise von Higgsteilchen: Die Signifikanz ist so groß, dass wir von einer Entdeckung sprechen können.
?? Das statistische Auftreten passender Messergebnisse zu einer Versuchsanordnung?
Nicht nur die Literaturwissenschaft auch die Mathematik versteigt sich in Beweise die methamathematisch, mathematische Gedanken auf ein Mathematik angewendet und damit ein Problem erörtert, abgeleitet werden.
[Abzählbar und Überabzählbar bezeichnet den Unterschied. Oder inkommensurabel, wie die Diagonale eines Quadrates Fläche 2 mit seiner Diagonale. Also ein Maszproblem. Es ergeben sich immer neue Maße.]
Die konvergente Reihe für ln 2, lässt sich stets so umsortieren, dass sie jeden beliebigen Werte annehmen kann. Ist das Konvergenz? Bedingt.
Neue Begriffe stellen sich ein, wenn der Mast 5 aufgestellt werden soll.
Gauss geht nun mit Zahlen ganz anders um, und unterstellt ihnen Ungenauigkeit: Li\e\derlichkeit.
Was lernen wir von unserem Ichkennihnwohlgauss:
Anhang Anfang
Wir haben Messmaterial und Daten: Zitate oder Zahlen.
Für einen Wert sind die Fehlerquadrate gleich dem arithmetischen Mittel.
Das arithmetische Mittel enthält Gauss Summenformel.
Haben wir mehr Werte bestimmen wir das Minimum der Fehlerquadrate. /Das ist etwas komplizierter, man nimmt erst einmal eine Näherung und verbessert diese.
[Die Bahn des Mittelmäßigen, allgemein unindividuelle, nebenher blitzen Messpunkte auf, die dessen (die eigene) Bahn beleuchten, vorausleuchten. Metawissenschaft gibt es auch in der Mathematik.
Fouqué der bankrotte Profiteur des Dreiklassenwahlrechts.]
[GItta.
Vorsicht fiktive Briefe zum expressionistischen Gedicht
Lindemann ist expressionistischer Autor und Literaturwissenschaftler, und mischt sich fiktiv in Okens Leben. M. Stadion: Übersetzter.

Das ist kein Programm. Das Gedicht bleibt unverständlich.]

==== Keplers Zahlenmystik
Olbers Paradoxon Welt endlich
Don Quichotterie, ich spiele als Individuum in Quichottes Lebenslauf keine Rolle, er aber in meinem. Bestenfalls die Menschen als irre Leser von Ritterheftchen, die das ernst nehmen. Individuen wie Pinocchio, Schweik.
mkfqii
Beispiel: Vegas Angriff:

Schmidt steht im Schauerfeld neben Telgrafenmast 4, das Bild wovon Vega das Foto in der Hand hält, er weiß nicht, dass Schmidt es ihm zugespielt hatte
[Ein Individuum? Wir negieren Schmidt: der Zufall. Später dann bestimmt durch das Problem oder Willkür beim Masznehmen.]
1 2 3 4as
Sofort nach dem Foto rief Schmidt einen Leser und befahl ihm das Schild vier abzunehmen, und mit dem am Mast Nummer eines zu vertauschen.
4 2 3 1as
Er lässt eine gefälschte Faustskizze der Lokalität mit vier Masten anfertigen
4as 2 3 1
und 1500fach im Wald umher verteilen gewiss, dass ein Vorauserkundungstrupp von Vega sich dort herumtreiben wird. Interessanterweise hat er das Blatt barock getarnt und mit Datum der Schlacht von Königgrätz versehen.

Auch dieses Blatt hält Vega wenig später in der Hand und überlegt sich welches Ziel er anvisieren soll, in der Karte einzeichnen, Azimut und Elevation wählen soll. Er weiß seine Tabellen sind genau genug um das anvisierte Ziel zu treffen.
Das Foto enthält Datum und Uhrzeit, Schmidt hat einen Sonnenstand gewählt der dem erfundenen entspricht.
Vega rätselt ein wenig darüber, ob man am Sonnenstand erkennen kann an welchem Ende Mast vier nun steht. Er kommt nicht weiter. Er ist Major, er entscheidet.
Er macht sich folgende Überlegungen:
Warum sind Telegrafenmasten 2 und 3 vertauscht aufgestellt? Es gab wohl einen Sturm und die beiden Masten sind umgefallen. Die Hilfsarbeiter bestanden aus Literaturwissenschaftlern und Friseuren, die beim Prinzip der Induktion negativ wie sie waren, setzten n = 3, n + 1 = 2. Als Maßeinheit wählten sie die Wurzel aus eins und kannten sich nicht mehr aus.
Aufgrund seiner Verbesserungen der Ballistik und Artillerie hatte Vega eine zweite Granate übrig.
Er schoß die erste Granate auf Mast vier, die zweite auf Mast zwei daneben um sicherzugehen, dann drehte er sich um und ging schlafen, in der ruhigen Gewissheit, dass er Schmidt getroffen hatte.
Schmidt sah sich das Spektakel neben seinem neuumbenannten Mast eins an. Er hatte Jünger als Vaterersatz zu Mast 4 eingeladen und Cooper unter Mast 2 gelegt. Nur um den Reiz des Einsatzes. Beides löste sich eibiasch in Luft auf und hinterliess schön tiefe Krater, und obwohl vergänglich hatten sie somit ihre Namen.
Auch Schmidt, nahm von Mast 3 den eingesetzten Tieck auf, wendete sich überlegen ab und seinem Ersthaus zu in der ruhigen Gewissheit Vega berechnend getäuscht zu haben, durch die Identitätsvertauschung.
So wie Schmidt zum Schauerfeld log (link: http://www.hendricksonline.de/projekte/schfd/home.htm : "So hat er es ja auch mit der Kontinentaldrift gemacht (s. Verschobene Kontinente); die Schmidtschen 36 m, um die Grönland neuerdings verschoben sein sollen, sind etwa 1000fache Übertreibung. ") und dort keine Zweitimmobilie bekam, so bekommt der Leser kein Zweitkapital an geistigem Besitz aus dieser Geschichte, in der der blinde Wille des Autors herrscht.


Als formale aristokratische Protestanten (in Negierung von Luthers Literatursprache) schieben wir die Frage nach der Ursache, mit Schopenhauer (Kritik am Satz vom Grunde) und Kant in den Bereich jenseits der Erkenntnis.
Schmidt erkannte aber Gesetzte an, wie das Gravitationsgesetz. So stehe ich mit Schmidt an dieser Grenze und schaue hinüber. Jemand behauptet Schmidt sei atheistisch, ich lächle und sage ihm, auf mich wirkst Du mehr pantheistisch, panwissenschaftlich.

Ich sage ihm sein idealistisch deutscher Standpunkt oder jede Negation davon seien Schmarrn. Den hätte er vermeiden können, wenn er nicht auf die leibnizverdrehende Wollfkantsche Schule eingegangen wäre. Dann hätte er auch Spinoza jenseits eines falschen Deus sive natur besser verstehen können. Menschlich ist es allemal eine göttliche Ursache anzunehmen. Das Masz durchs Problem oder Willkür beim Lösen der Widerstandsaufgabe ist mathematisch.

Kritik an Wolff und deutschem Idealismus billigt er mir sogar zu.


Gauss war deswegen anitrevolutionär monarchistisch. Revolution ist internes sozialistischen Chaos, Krieg externes (aristokratisches) .
Dann führt er Literaturwissenschaftler indem er sie zu systematischen Fehlern mit ungenauen Zitaten verleitet, denen sie folgen immer weiter in seine literarisch expressionistische atomare Zitatwüste, um sie dort verrecken zu lassen.
Will er Übersetzern systematische Fehler nachweisen? Systeme entwirft Schmidt nicht, ja er hat Abneigung dagegen.
Ein Listener hatte es mir anhand der Realienbücher erläutert, die gefärbte Geschichte, oder wars Erdkunde, anboten. Ich weiß nicht.
Wie wir die Ursache der Energie ihres literarischen Universums nicht kennen.
Es ist natürlich Unsinn: Jeder erwartet Erfolg , Schmidt zu drei Vierteln und Vega wegen zwei Granaten zur Hälfte.
Vega durch die Schande von Königgrätz irregeleitet erwarte natürlich nicht dass sich daran und der Topografie des Schauerfelds seitdem etwas geändert, gebessert hätte.
Nach einer Spur zu vieler Atomversuche zur Energiegewinnung für Bitcoin mining, ist es gelungen die Schreibmaschine zu entwickeln, in die man Literatur hineintippt, und aus der Walze kommt der Geldschein heraus. Das ist aber nicht meine, meint Schmidt.
Windräder an deren Fuß Geldautomaten stehen, mit integriertem vom Münzamt zertifiziertem Lasergeldscheindrucker. In den Minen leben chinesische Notenbanker, Marco Polo steht daneben sieht und versteht nichts.)

Bitcoin Rechner neben den österreichischen Wasserkraftwerken, verschlüsseln und verschlüsseln und verschlüsseln.
Wir sind in Schmidts desastrer Zukunft, (Neosozialismus, mach die Unterschiede größer, Milliardäre reicher, enteignet die Massen, wer bezahlt den Aufbau Ost, keiner von beiden), angekommen und merken es nicht, Schmidt sagt nichts dazu, meine Meinung ist irrelevant, aber wenn Siemens keine Turbinen mehr herstellt, liegt das daran, dass wir uns mit dem Stand der Physik ob er nun richtig ist oder nicht, und ihrer gottursächlichen Gesetze, glücklich unglücklich machen.

Material:
Gauss bekam als siebenjähriger die Aufgabe 1 bis 1000 zusammenzuzählen, damit der Lehrer eine Stunde Ruhe habe.

Gauss rechnete in fünf Minuten 1000*1001/2 = 500*1001= 500500
und legte 500500 dem konsternierten Lehrer vor. Die Ruhe war dahin, und er musste sich das auch von seinem Schüler erklären lassen.
Der setzte an 1000 +1 = 1001,
999+2 =1001
998+3 = 1001
997 + 4 = 1001
...
und so weiter bis zur Hälfte 500, also 500 mal.

n*(n+1) / 2 = ∑1n k
Wir machen das von k= 1 bis k= 10, ist 55.
Das teilen wir durch die Anzahl der Werte, die, k genannt, wir jetzt mal "Messwerte" nennen. Das ist das arithmetische Mittel 5,5.
(bei vielem konkretem Würfeln (eines "Zehnerwürfels") schwankt das um diesen Mittelwert, am Anfang vielleicht einmal viel, am Ende nur noch wenig. Bei großen Zahlen nähert sich das an, obwohl alles empirisch ist, und nicht streng mathematisch ableitbar. Es könnte stets eins vorkommen.)
Jetzt stellen wir fest, dass 1 von 5,5 absolut so weit entfernt ist wie 10, 2 wie 9, und so weiter also sich diese Abweichungen gegenseitig aufheben.
Dann betrachten wir die Abweichungen als Quadrat und addieren sie und fordern, dass die ein Minimum seien.
Σ (5,5 - k)2 : = min!
das heißt dass die Ableitung der linken Seite als Funktion von k nach k gleich Null sein muss.
2 ∑ (5,5-k)(-1) = 0
(die minus Eins kommt vom nachdifferenzierten k.)

zwei auf die andere Seite, minus eins auf die andere Seite:
∑ (5,5-k) = 0

das ist aber n = 10 mal 5,5 minus alle k summiert, gleich 55, gleich Null!
Wie beim arithmetischen Mittel.
Also war das dasselbe wie ohne Quadrate, sie sind dasselbe in diesem speziellen Fall, dass sich die Fehler gegenseitig (paarweise) aufheben.
Man kann einfach weiterwürfeln und die Augensummen addieren.
www.kurtsoeser.at/2015/11aa/29/wuerfelsumme-dreier-wuerfel/

www.welt-der-bwl.de/Zentraler-Grenzwertsatz
Das kann man allgemein von Messwerten nicht fordern, aber dass sie zufällig, oder nach einer empirischen Zufallsfunktion, einer Wahrscheinlichkeitsfunktion verteilt sind, darum herum streuen, was mit mehr Messwerten oder Daten immer genauer wird.
Oder anders gesagt, der konkret erwürfelte Mittelwert wird von 5,5 abweichen und mit zunehmender Anzahl von Würfen immer (nicht im strengen Sinn des mathematischen Grenzwerts) genauer erreicht.
Im Duden Rechnen und Mathematik kann man sich ein wenig in das Thema Zufall und Determination einlesen. "Der Computer würfelt nicht!"
Schmidt hätte mal nach Petersburg reisen sollen und das dortige Paradoxon aufspüren, wegen seiner Geldsorgen.



Erwartungswerte 1/6 bei einem Würfel für jede Zahl, Summe der sechs Erwartungswerte =1
Bei zwei Würfeln
2 oder 12 :
1/36= 0.02778
1/18= 0.0556
1/9= 0.1111
5/36= 0.1389
7 : 6 Möglichkeiten : 6/36 =
1/6= 0.1667
www.spektrum.de/quiz/zwei-wuerfel-welches-ergebnis-wuerfelt-man-am-haeufigsten/614128

Das stimmt für Erwartungswerte (größte Erwartung 7 bei zwei Würfeln kleinste 2 und 12, natürlich mit richtigen Zahlen angegeben) einer empirischen Verteilungsfunktion (zwei Würfel) (gewürfelt)
Also wie oben, 7 hat hohe Erwartung, 2 und 12 niedrige. Den Zahlenwert erhält man durch eine Formel mit Integral. Das kann man nicht streng fordern, dass ist reines Wissen aus Erfahrung.
Da das Integral einfach eine Summe ist, und hier nicht mal mit n gegen \infinity gemacht werden kann, bleiben die Differential so endlich, wie die Anzahl der Messversuche, dennoch kann man die Annäherung an eine Verteilungsfunktion beschreiben,( man nennt das Signifikanz dafür.)

https://novustat.com/statistik-glossar/signifikanz-statistik.html
Signifikanz und Ursache haben keinen Zusammenhang. kein ursächlicher Zusammenhang, (zwischen Individuum und zufälligem Leben?)
Zufällige Fehler gleicht man mit der Ausgleichsrechnung aus.
Bei Gauss haben Signifikanz und Ursache einen Zusammenhang, denn er findet Ceres wieder! Also zwischen Gravitation und Planetenbahn.
Glücklicherweise stört es bei Pocahontas nicht, dass es dazu eine Berechnung gibt.
Dennoch meine ich sollte man dem nachgehen, wenn es Grund zu denken gibt, dass Schmidt eine Berechnung stillschweigend anwendet, die er nicht nennt, und man Indizien dazu hat, dass man sie sucht.

Wir haben Schmidts Verhalten sich eng an vorgegebene Texte zu halten, also einesteils seine Deutungen nicht weit auszudehnen, oder andererseits, er geht von geringen Messwertabweichungen aus.
Jedenfalls haben wir die Unterscheidung systematische und zufällige Fehler, was heißt das bei Übersetzung? Zufällige Fehler lassen sich ausgleichen, systematische entfernen immer weiter von der Wahrheit. Vielleicht hat Schmidt deshalb so wenig System.
Beim Übersetzten ist ein zufälliger Fehler eine Unachtsamkeit, falsch nachgeschlagen. Ein systematischer ist eine falsche Werksicht eines Autors, oder eine nachgeborene Weltsicht die nicht zu dessen Zeit passt.
Nun ist Schmidt protestantisch und seit die Bibel auf deutsch erschien, kann der Leser mit den studierten Theologen mitreden. Diese streiten sich erstmal zurecht um die Auslegung der Bibel in Luthers Sicht, andererseits wird ihr Machtanspruch eingeschränkt, wenn sie .... nicht mehr studieren dürfen. Wahrheit suchen alle.
Das stehen wir nun mit unsere Willkür an der Grenze zum Glauben und wessen Wille ist Ursache: Gottes, des Blinden, Schmidts, meiner, des Lesers?
Hobbyastrologen machen die Entdeckungen. Dennoch ich sehe keine neues Objekt auf entdeckter Bahn im literarischen Universum umlaufen.
Motiv: Der zeitgeschichtliche kleine Widerstand Schmidts in den Zeitläuften.
[Nun gibt es zu Schmidts Logarithmen eine 95%ige Signifikanz, also große Übereinstimmung, der Richtigkeit seiner Behauptungen, dass eine Entdeckung vorliegt.
Andererseits kann man ursächlich zweifeln, ob Schmidt mit Fahrrad allein oder mit Freundin nach der Katastrophe die Logarithmen neu erzeugen würde. Ob das sinnvoll wäre.
Naumman von CERN sagt beispielsweise von
Higgsteilchen: Die Signifikanz ist so groß, dass wir von einer Entdeckung sprechen können.]

"Die Signifikanz der Übereinstimmung meiner berechneten Werte mit denen Schmidts ist so groß, dass wir von einer schmidtschen logarithmischen Entdeckung sprechen können."
Das Aufspüren von Mathematikzitaten erschwert sich dadurch, dass man sich explizit ausdenken muss, was Schmidt implizit gemeint haben könnte, wie weit er seine Mathe mit Leben erfüllt hat, obwohl sich das mathematische erschliesst.
Jedenfalls ist Eisenplanetoid mit Steinhäuser, Planetoid mit Piazzi/Gauss gut erschlossen.
Von Zettels Traum sagt Schmidt, er sei eine Fingerübung zum Lilienthal gewesen.
Die Behauptung die Zettel dazu seine in Kaff eingearbeitet betrifft aber keine zu den Daten (oder Messwerten oder Zitaten aus) Gauss Biografie oder dem Briefwechsel mit Olbers. Der mit Schröter ist klein. Das Material für den Lilienthal in Kaff verwendet? Und kein mathematisch astronomisches Material.

Wenn Zitate = Daten sind, muss man mit Gauss die Idee umkehren.
Zahlen sind ungenau: 2 ist der ungefähre schlecht vermessene Mittelwert aus 1 und 3 (oder 4).
λ = 1 /n ( λ1 + λ2 + λ3 + .... + λn )
Σ (λ~- λ k)2 sei minimal
2 Σ (λ~- λ k) (-1) = 0 ...
also λ ~ = 1/n ( λ1 + λ2 + λ3 + .... + λn )
somit λ ~ =λ
(Oder die genaueste Linie zwischen Messpunkte legen
die ein wenig rechts und links liegen: https://www.youtube.com/watch?v=Ekbw28n6IX0 )
alles kulminiert in der größten Scheiße aller denkbar möglichen.


Thema Literatur
Als Rainer das Material für die Ahnverwandten schreiben.

Notizen zu Jm.s Schwänze.

Junge reiche Germanistin GItta
Phallgesetzte
Eine Regel Schmidts lautete, möglichst niemals "wie" oder
"ähnlich" zu verwenden, vgl. seine Rezension von Kreuders
'Agimos' (BA 3/3, S.495):

323:
»Es ist auch eine Ehre, jahraus=jahrein den worst=seller zu
liefern", Neokommunismus

Shakespeares Garten Zitat nur ein bißchen Mehr : Maszlos?
"der Zimmermann zur Zeit der einzige Dichter"
Schmidt erfand sich alle 5 Jahre neu. 

Die Schmidtgemeinde zieht los, sie stellt nach Mast 4 Mast 5 und 6 auf.Und die Hoererin ist froh ein Typoskript direkt von der AUtorIn zu haben.

Blogverzeichnis - Bloggerei.de