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30. Oktober 2017

Miljenko Jergović!


Lest mehr Miljenko Jergović! 

Er war wie Ivanka zwischen Galaxien, Zeitaltern und Stiefmütterchen .... und einem Frühling  .... gestorben.

"... Zu beiden Seiten der Straße flogen Telegrafenmasten, Mais- und Hopfenfelder und alte Umspannhäuschen vorbei, die lange vor dem Krieg mit der Werbung für die Elektronska Industrija Niš bemalt worden war(en), die Buchstaben der subversiv-feindlichen Aufschrift konnte man noch ahnen. Professor Adam bremste vor jedem Häuschen auf neunzig ab, und las, buchstabierte und fragte sich, ob außer ihm niemand  die Reklame für eine Firma bemerkte, die es nicht mehr gab und deren Fernseher längst schon durchgebrannt waren; neben der Straße standen hohe Schornsteine vor grauen Fabrikhallen mit zerbrochenen Fensterscheiben, endlose Wiesen mit nicht gemähtem Gras, verrottende Stoppelfelder, die in der spätsommerlichen Sonne kurz vor der Selbstentzündung standen, Hochspannungsleitungsmasten mit roten Warnblitzen, die an SS-Offiziere in BBC-Dokumentationen erinnerten, dann wieder Telegrafenmasten, ..."

Die SS lädt die BBC ein? Schreibt die SS der BBC in Ihren Dokumentationen, die nazifreundliche Ausrichtung vor? Die Leserin ist nicht irre, es sollen die Dokumentationen lange danach sein, was erhellte daraus. Es erhellt, dass BBC und SS austauschbar sind! 

Der deutsche Patient, liegt sprachlos und tragisch verunglückt in einem zerstörten jugoslawischen Haus, die Jugoslawen sind mit sich beschäftigt, er wird von mehreren Personen, einer Niederländerin und einem ostdeutschen Gangster, gepflegt und er hat ein Buch bei sich die Disquisitiones arithmeticae und ein Buch von Jacobi und eines von Boltzmann, woraus er sich vorlesen lässt, er wird mit 1 eine wochealtem Schweinefleischgericht ernährt, das flüssig ist, weil es aus vergorenem Menschenfleisch aus den Massengräbern stammt, er stirbt an gefälschten nichtopiathaltigen Schmerzmitteln bevor seine Informationen eingebend für kroatische Agenten in österreichischen Diensten, waren, das Chaos um ihn löst sich nicht,
das klingt wie der englische Patient, der deutschtreuer Ungar war, die Engländer waren damit beschäftigt andere für sich einzuspannen. Der Deutsche war ein Amerikaner, Gibbs.

Wir dokumentieren Befindlichkeiten und schauen dem Krankenpfleger über die Schulter, vor uns liegt ein Patient, der Hilfe benötigt, das bekommt er sozialprinzipiell, obwohl es ihm nicht zusteht, denn er säuft.
Kompetent flösst ihm der Pfleger ein, zwei Gläschen Schnaps ein.
Warum machen Sie das?, informiert sich das BBC Team.
Ein Delir ist lebensbedrohlich und wenn er hineingerutscht ist, bekommt man ihn nicht mehr heraus. Man muss den Entzug kontrolliert durchführen, wenn man die Ausgangslage kennt und nach und nach durchführen. Solang muss man einen individuell unterschiedlichen Alkoholspiegel halten. Später kann man auf Ersatzstoffe, wie Distraneurin, oder Catapressan übergehen. Habe ich Handelsnamen gesagt, das tut mir leid, die Wirkstoffe sind mir nicht parat. Doch Clonidin.
Aha.
Anderthalb Wochen später kommt der Patient, nachdem er glücklich mehrere Mordversuche einer frustrierten 50 Jährigen barmherzig mitleidigen Krankenschwester überlebt hat, auf die periphere Station.
Er hat von der Therapie, oder vorher durch seine Lebensweise Schaden, Fettleber, oder Zirrhose genommen, die ihm nun Schmerzen macht.
"Sie haben ungesund gelebt, Herr Bergovic." sagt der milde Doktor zu ihm.
"Jawohl Herr Doktor.", sagt der Patient.
"Anderthalb Flaschen Slibovitz am Tag, das sind anderthalb Kisten Bier, das ist viel."
"Ich habs mir nicht ausgesucht"
"Wem weisen Sie die Schuld zu? Sie sind schuld."
"Im Winter obdachlos im kontinentalen Europa braucht man eine halbe Flasche, mit mehr ist es angenehmer."
"Das ist ungesund."
"Und man überlebt."
"Gut, gut das ist Schnee von gestern, da sind sie durch."
"Da bin ich durch."
"Sie haben noch Schmerzen?"
"Ja."
"Nehmen sie Morphin, Hydromorphon, Fentanyl."

Einige Tage später beschwert sich der Krankengymnast, dass der Patient träge ist.
"Oh, wir wollten es reduzieren, haben wir das vergessen.?"

"Der Assistenzart:" Wir gehen nach Richtlinie vor und ersetzen das durch Neuroleptika und antikonvulsive, oder ähnliches nicht opiathaltiges. Gabapentin Vioxx."

"Was heißt das," fragt der Patient.
"Entschuldigung, wir ersetzen das durch Medikamente, die kein Morphin oder Opium oder Heroin, wie es hiess, enthalten, und wie Medikamente gegen epileptische Krampfanfälle oder psychiatrische Krankheiten wirken, in einer angepassten Dosierung."
"Also niedriger, weil ich keine Krampfanfälle und psychiatrische Störung habe."
"Niedriger, und ein paar neue Medikamente, die auf den Beipackzetteln keine Nebenwirkungen haben."

Anderthalb Tage später hat der Patient einen Herzinfarkt.
 "Sind Sie Pharmavertreter?"
"Wieso?" fragt der Arzt entrüstet.
"Sie hätten dann Studien in der Schublade, die schädliche Nebenwirkungen belegen."
"Ach so meinen Sie das, Nein wir sind ganz ganz vorsichtig."
"Wenns hilft"
"Das versichert mir die Pharmabranche."

"Sicher. Alles wird kontrolliert und beaufsichtigt."
Die BBC Dokumentation hatte eine Fachiodiotexperten ausgegraben und interviewt. Die geneigte Blogleserin weiß, dass das Blödsinn ist, bei neuen Medikamenten steht nichts auf dem Beipackzettel, weil die Nebenwirkung nach kurzer Zulassungszeit noch nicht mit dem Medikament in Verbindung gebracht wurde. Vorhanden sind sie immer.
Der Zettel ist eine Absicherung gegen Klagen gegen die Hersteller, keine Patientenaufklärung. Und es ist nicht so, dass der Patient geopfert werden sollte, wie manche meinen, die im AOKpatienten eine Unterkaste sehen, das wird nicht verachtet, ist aber nicht Ziel der Sache, denn die Globalisierung der Pharmabranche nach Indien, geschieht seit den 1970ern und läuft gerade endgültig aus dem Ruder. Sie, Lobbyisten und Politiker, wüssten nicht, was sie dagegen tun könnten. Schicksalsgemeinschaft. Vorsehung.

Einige Monate später zeigt der Patient ernsthafte Symptome, als es schlimmer wurde, ergeben diagnostische Massnahmen, Leber- und Nierenversagen, und eine allergische Hautreaktion über die ganze Haut.
Wenig später ist der Patient tot.
Der Arzt meint: "Er hatte die Wahl."


Die Wahl: Saufen erlaubt und ungesund, Morphin ungesund und nicht erlaubt, Medikamente erlaubt, gebotene Pflicht, und ungesund. 

Das BBC Team hat eine Statistik zur Veranschaulichung ausgebgraben.
Es sterben alle, was geht mich das an. Stirbt der Immobilienbesitzer, wird spekuliert, meine Miete wird erhöht, ich sitze wiederholt auf der Straße und habe keine ..... Bibliothek. Das ist nicht schlimm, die Bücher gehören mir nicht, erwirb, um es zu besitzen, was Du erbst. Ich habe hier in einer meiner Großstädte nichts gelernt, keinen Jatźz, aus einem Media Pro markt mir meine Denon/Savoy Jazzplatten CD Sammlung erworben. 

Das BBC Team geht dem Thema der gesunden Lebensführung nach, mit zwei Kleinbussen in Fahrt umringt es:

Asch, der Anarchist radelt, geht durch den Nieselregen, kauft sich, eine interessante Matheaufgabe oder Idee für eine Börsenwette: mit vier leeren Bierflaschen auf eine volle zu wetten, alkoholfrei, kann man das perpetuieren, so dass man immer vier leere Flaschen und eine volle hat? als Vorbereitung auf die Rente und das Flaschensammeln.
Havelberg, Rheinsberg, Rathenow, Neuruppin. 


Die BBC sucht die Provinzstimmung und Schmidt im Bunkergarten auf, dokumentiert die nachhaltige Anbauweise und das agrarische Volkswesen von Aschs Operationsgebiet Brandenburg, Meck-Pomm, will nich so ask ick wohl will, Sachsen. Ach Sachsen, deutsche Hochsprache, Hochliteratur, Papier für Bücher, Holzfällen.

Hummeln fliegen im Gegensatz zu Fliegen, lieber bunte und duftende Blumen an. Nach neun Generationen von Hummeln angeflogener Blumen, sind diese bunter und duften mehr. Wir werden Nistplätze aufstellen im Garten. Malaria haben wir,  der Oderbruch wurde, RBB Dokumentation, trockengelegt? Mücken bis Lenin-, ah St. Petersburg. Chinin bis zum Leberversagen. Schweppes Bitter Lemon, Lieferant der Queen.
Angesichts des Insektensterbens, werden die Blumen vermehrt von Fliegen bestäubt und weniger bunt und duftend.(Investition in Soldiers Flies als Proteinlieferant für die Schweinezucht in Schwaben: Ist ein Geheimtipp. Arteneinseitig.)
Die Biomasse der Insekten ist seit 1989 um 75% zurückgegangen. Woran das liegt kann man im Augenblick mangels Studien nur vermuten.
Ein Jahrzehnt vorher wurde die Ausrottung der Malaria mittels DDT gepredigt und steuerlich gefördert, Agrarsubventionen über alles. Kritiker merkten als Konsequenz an, dass auf das Sterben der Insekten die Vögel folgten und es einen "Stummen Frühling " gebe. Das wissen die Grünen. Agrasubventionen für Biodieselmonokulturen im Osten der Großinvestoren. Diesel, da war etwas?

Grüne sind daraufhin antiradikal gemässigt. Weil sie mit ihren radikalen Lösungen in Diktaturverdacht gerieten. Veggie Day etc. 


Der BBC Redakteur tippt in den Computer, Asch radelt von Passau nach Venedig, legt sich nackt in den kalten Gebirgsbach und lässt sich meiner Lust und Sehnen von ihm streicheln. Soweit zur Pflicht der schriftstellerischen Objektivität, sagt sich das begleitende Dokumentationsteam, und versucht krampfhaft dem ganzen einen Plot abzugewinnen. 
Der verzweifelte Redakteur abends im Campingbus, während die anderen mit Bier am Lagerfeuer Feierabend machen. Er weiß nicht mehr, was er noch nehmen soll an Ideen oder Drogen: über Fentanyl ist er aufgeklärt. The most beautiful girl in Purple Rain, purple rain in the world, er fährt entsetzt aus dem Traum auf.

Verkaufe ich mich, sagt sich Asch in einer Randnotiz, die das BBC trotz Tagebuchschloß aufgebrochen hat und voyeuristisch verwertet, wie in Hollywood, wo das als Übergrifflichkeit durch die Mädchen thematisiert wurde, Chandler hat sich dort prostituiert, so kann ich, wenn meine gesundheitswesender Arbeitgeber, diese Wolllust bei mir voraussetzt, in die Pornobranche wechseln. Das könnte entspannt, wenn der Bumsdreh fertig ist, der golden facial shot Vergangenheit, bei einem Nacktspaziergang am tropischen Strand, stolz aufrecht mit erhobenen Haupt, die lockere Möglichkeit zum schön und wahr und treu sein.

Asch radelt die Havel entlang, nördlich von Berlin, als Ötzis in den Eistälern des schwedischen Gletschers wandeln, und dieser diese Geröllhalde vor sich herschob vor hunderten von tausend Jahren, es bildeten sich diese havelländische kleinen hügelumgeschlossenen autarken Seen, wie Fitzceraldopatrick in Kiniskis Brasil, als sie das Schiff über den Berg transportierten oder schleppten, Asch radelt ab vom Weg, schiebt über einen beachtlichen Hügelzug, kommt ins Schwitzen, schiebt zwei Stunden, verirrt sich im Dickicht, der Weg wird schmaler, er gabelt sich im spitzen Winkel, wohin? fragt er sich, rechts oder links, er vergleicht es mit der Karte, entscheidet sich die Winkelminunten mit der Karte vergleichend und abschätzend für links, schiebt ins drängendere Dickicht, bis der Rehpfad fast verschwindet, völlig verschwindet, zett zerrt sich nicht mehr durchs fingernde, sondern hakende zerrende Gestrüpp und bleibt an einer kleinen Kippe, einem Abhangssturz stehen. Der Himmel tut sich auf vor und unter ihm und über ihm her auf, er gibt einen Ausblick auf den abgeschlossenen Amazonas: einen See, den man in einer anderthalb Stunden umrunden kann, unten ein Raddampfer  1899/1900 am Ufer gegenüber, und Asch ist verloren, verschollen, er wird hier unbekannt sterben. Er ist kraftlos und verzweifelt, nach einer langen hoffnungslosen Pause macht er sich hoffnungsloser auf den Rückweg, Maxime nie denselben Weg zurückgehen, doch er stand auf der breiten Landzunge. Wie das Boot in den abgeschlossenen See kam, mag ungeklärt bleiben. In Einzelteilen, bei Kinskis Fitzcarraldo ziehen sie es ganz, auf den riesigen afrikanische See, Tanganika, transportieren sie das deutsche oder englische Pendant in Einzelteilen, GiIles Foden, Die wahre Geschichte der African Queen. Dort ebenso verloren. Eine Generation später erinnert nichts mehr an Aschs Lettow Vorbeck, der hiess anders, der erfolglose General,des Kriegsschiffes "Graf von Goetzen" und er scheitert grandios oder unfähig gegen den skurrilsten Offizier des britischen Empire mit zwei viel kleineren Schiffen, der tätowierte Commander Spicer-Simson. Adel, der die Primitiven erhöht hat. Sie wollten nicht erhöht werden, lieber ihre Hände behalten. Capus soll darüber geschrieben haben in Eine Frage der Zeit. http://www.bagamoyo.com/576+M53c587ed7c8.html
Die ganze letzte Seite Tagebuch steht vollgeschrieben: Die kriegsgeilen Medien, die kriegsggeilen Medien, die Kriegsgeilen Medien, Guten Abend, es ist acht Uhr und hier ist, was wir wollen, dass Sie denken. Die kriegsgeilen Medien, die kriegsgeilen Medien. Für das gesamte Team schlägt einer entsetzt das Tagebuch zu und wirft es ins Lagerfeuer.
 
Die Dokumentarfilmer der BBC fluchen zerkratzt und zerschunden über jede einzelne dieser richterschen Idyllen, und ihnen gehört Bear Grylls an, und über diesen schauspielernden Asch. 

Tage später entdeckt er zur Entspannung einen eingeschlossenes See, dunkel und tief. Asch zieht sich nackt aus und badet sich darin, am Ufer erscheint seine stolze Schöne vom karibischen Strand, und lächelt pornografisch gekünstelt, das ihr zu einem echten Lächeln entgleitet. Keiner siehts keinen störts, keiner ist da, die Akkus waren alle  leer, keine geträumte paradiesische unschuldig Geliebte. Das Baden wird am nächsten See wiederholt. Erfrischt. 

Haut ist wasserdicht, temperaturregulierend, atmungsaktiv und flüssigkeitsaktiv, im Gegensatz zu klebenden Baumwollhemden. Bear Grylls war mit der BBC auf dem Mount Everest und die Outdoorausrüster hatten aufgeboten an Goretex und Survialequipment, was zu bieten war, und er hat es bezwungen. Asch musste vom Team mehrmals wiederbelebt werden, da er unter der einzelnen märkischen Wolke stand, die sich gerade ausregnet, er sich in Gummi einpummlte, schwitzt, auspummelte, Platten reparierte, einregnete, die Schuhe nassliefen, der Rücken auf dem Fahrrad wegen hinten zu kurzer Jacke nass wurde, Speiche auswechselte, die Sachen am nächsten Tag nicht trocken wurden, Schuhe überm Feuer verbrannten, der Wind an ihm riss, Fleece zu dünn und komplett luftdurchlässig war, im Sturm sich unter dem Supermaterial plattdrückte und nicht wärmte. Er abends nass in den eingetüteten Schlafsack schlüpfte. War das Regen oder Tränen der Verzweiflung auf Aschs Wange? Das BBC Team wählte aus ehrlicher Anteilnahme eine herzrührende Einstellung, ein Spotlicht auf dem nächtlichen Gesicht, und Nahaufnahme vom zerflossenen Asch. Beinah schafften sie es auf die Titelseite von National Geographic. 

Ausflugstipp: Die Seen sind unzugänglich, das geht heute noch. 

Asch kämpft sich anderthalb zwei Stunden in die ostdeutsche "Zivilisation" mit Inter-Touristkarte zurück, steht erneut an einer Gabelung laut Karte, die zweifach einen Bahndamm unterführen soll, er blickt auf, und sieht nur eine Unterführung, was ist das, Irreführung des westlichen Invasoren? Ja! ermüdet legt er sein Haupt in einem Zimmer des ostdeutschen überschuldeten Eigenheimbaus, oder Hotelausbaus für siebzig Mark auf das Kissen, ärgert sich und schläft ein. Bescheidener alle, Asch und die ostdeutsche Gier bei der westdeutschen Bank verschuldet zu sein. Er war verdurstet hatte sich mit einem Gurkensalat, es war Feiertag, die sozialistische Gastronomie sperrte sich, das Leben gerettet, ohne Salz. Er stand nach zwölfstündiger mittelgebirgiger Radelfahrt erfroren, verdurstet auf der Kuppe mit Aussicht aufs schöne Bautzen, innerlich kannte er es nicht, und versuchte mit einem Esbitkocher Pfefferminztee zu erwärmen, der Sturm blies ihm das jämmerliche Flämmchen davon, das Asbit verbrannt, der Tee blieb kalt, das nächste mal, die nächste Reise ein Gaskocher, und er sollte nur drei Tassen wärmen und die Taschen belasten. Er glitt und flog mit dem Rad in das Tal vor Bautzen und schwitzte und keuchte, strampelt im ersten Gang seiner siebenundzwanzig und stehradelte sich in das Zentrum eine Stunde hinauf, die zwölf Stunden Fahrt waren zu vierzehn geraten, er dachte er wäre am Ende gewesen. Er springt euphorisch wie ein Gummiball vor dem Bautzener Picque den man besteigen kann, bei Zeiten, auf und ab, ernsthaft endorprhingeschwängert. 




Beim Abklingen dachte er sich, schön und gut, aber die Scheiße vorher war größer als der Rausch hinterher. Den grossen Moment hält das Team in bewegenden Rundumbildern fest, Aussicht aufs Lausitzer Mittelgebirge, grobgepflasteter Platz, bautzener Kirche, dicken Stadtmauern, bauchigen Rundtürmen, Renaissancesilhouette.
Die Welt ein Fahrrad und Marathonlauf. 

Der Spree folgend: Nachdem ihn Jergovics Wolga Wolgas schaukelnd und in den Straßengraben stoßend, wankend, schlingernd und menschverachtend mit ihrem Gefolge an Tross und Lastern in den Tod stießen und gefahren hatten und rauschend überholten, kam er an ein Tor, das sich als kafkaesk erwies, davor ein Soldat, russisch, entspannt, sich beginnend zu wundern über das außerirdische Wanderslustobjekt. Laut Karte musste Asch nur durch dieses Örtchen fahren, um seinen Zielpunkt mit heimeliger Unterkunft zu erreichen, Deutsches Haus. obwohl er sich antibürgerlich vegetarisch ernährte, das war schwierig. Unverständnis auf beiden Seiten, auf der einen wegen des Services, auf der andern wegen der Eigenbrötlerei. Er hat es später aufgegeben, überlebt. Der anämische Hilbert wurde mit künstlichem Vitamin B 12, intramuskulär injiziert, gerettet. Andere Nahrungsmittelzusätze stammen von den Nazis, um billiges Zeug in der Mangelwirtschaft anzupreisen, Margarine, Süssstoff, von dem einer der zwei Stoffe den bitteren Geschmack des anderen übertönt.
 
Er steigt fünf Meter entfernt ab, der Kerl ist bewaffnet, vorsichtig sich nähern, kramt erstmal seine Karte, den Restweg hatte er auswendig gekannt, heraus, um sie dem Menschen zu zeigen. Der Mensch steht vor einer russischen Kaserne dörflichen Ausmasses: Wünsdorf. Naiv wie Asch ist, tritt er mit der Karte, Militärgelände wird geheimgehalten und nicht eingezeichnet, kleiner geht es nicht, auf den Posten zu, ist der gedeckt?, gibt es da einen Zweiten der ihm Feuerschutz gewährte, gäbe? Vermutlich.
Asch tritt hinzu, hält im Sinne eines Kommunikationsversuches die Karte hoch und fängt an zu deuten, der untermenschliche Klassenfeind und was noch, der Asch die Mädchen wegschnappt, die die Russen in der Kaserne beglückend besuchen, hatten die Sex, gruppierend. oder haben die nur gefeiert?, tritt auf ihn hinzu und der wendete sich interessiert und nicht mehr verteidigungsbereit der Karte zu. Asch hätte ihm, hätte er mangels Körperkräften nicht, hätte ihm die geladene Waffe entwinden können und die Kaserne angreifen, einmarschieren, anschliessen. Hätte Asch als Deutscher gemacht. Asch deutet auf seinen Weg : "Ich möchte durch das Dorf" Ein ratloser Blick, Mann, der ist länger hier stationiert, kann noch kein schillersches Deutsch, schreibt er wie Gogol? Er fährt mit dem Finger die Hauptstraße durch das Dorf  nach, und zeigt auf sein Fahrrad. Er blickt ihn an, er fährt auf der Karte noch einmal die Straße ab, deutet hinter den Posten in das Dorf und vermittle eindeutig, dass er da durchradeln müsse, um an sein Ziel zu kommen, soweit so klar, keine Reaktion. Er insistiert, besteht drauf, der Posten lächelt freundlich, grinst, verständnisvoll. Reagiert nicht. Asch verlegt sich aufs mimische gestikulierende Betteln.
Schütze Arsch auf russisch erweicht sich, er stellt sich breiter vor Asch hin, wie wenn er Posten einnimmt, blickt nach rechts und links auf seine Schultern, auf denen nichts ist, als leere Schulterklappen ohne nennenswertes Abzeichen, er wendet den Blick nach, anbetend?, oben, blickt geradeaus sieht mich an und fährt sich mit der Handkante quer über die Gurgel. International. Er hätte ihn umarmen mögen. Kurz er verneint die Durchfahrt grinsend. Getroffen bestürzt und heute weinend, weil in innerer Erfahrungsübereinstimmung mit dem Schützen Arsch (Ař) die Realitäten erkennend, Asch (Aš) resignierend, schwenkt er die Kapitualationsfahne seiner abwinkenden weißen Handfläche und dreht ab, und wendet sich dem Fahrrad hinter ihm zum Aufbruch zu, "hinter mir", spürt Asch, "bohrt sich ein Grinsen in meine Flanke".
Das beschert abends einen Umweg von 40 Kilometern um das infrastrukturell schlecht bestellte Wünsdorf, eine Fahrt im Dunklen mit Verirrungstendenz, das Kartenstudium unmöglich, mit beginnendem, tod- und verzweiflung bringendem Niederschlag, der in am nächsten Tag nassen Klammotten Tod durch Erfrieren ankündigt, es trocknet in der märkische Sandbüchse ausschließlich der Sand, er erreicht nach wiederholten Ortsdurchdringungen hin und her seine gediegen bürgerliche Einkehr. Freuen wir uns mit ihm. Er konnte Geheimdokumente und Mikrofilme retten. Hatte er sowas als carréescher Bond? 

Asch liegt ermordet im Straßengraben, seine Raubmörder fliehen gemächlich gemütlich, entfernen sich laut, schwenken seinen gestohlenen Kompass. Asch träumt was er alles verloren hatte, Pässe, sechshundert Mark, Kaffemühlen und -Maschinen, Fahrrad, Westen, usbekische Mützen, Kisten voller physikalischer Dokumente, Quitschegänse deren Ton er sich erinnert, Hakennasen.
Erschreckt fährt Asch aus dem Schlaf auf, nach Besinnung, überlegt er,  was er alles verlieren wird, will er, Lifestyleverweigerer, nicht in seiner ausbruchsicheren Zitadellenwohnung, Ausgänge von innen nach aussen breiter werdend, schulterstoßend, gesäubert sterben.

 
Als Jäger und Fischer am Luch gehen. karl hagemeisterlich. Jergovitschich.
Ein fader mit Zitrone zu geniessender, sich in den Schwanz beissender Fisch, gekrollt wird angepriesen als, ein vorrätiges Notessen, wird angepreist als menschenfressender Babyhai, heldisch germanischgeschichtlich Salm der Wassergottheit, dieser Fisch vor der deutschen Flotte geflohen, zog sich ins Mittelmeer zurück, in Paris als eine Delikatesse erster Ordnung angepriesen usw. Wie das lila gesottene Mädchen, das die Amerikaner, ich esse keine Mädchen, als Sirenenfisch, es ist kein Mädchen, es ist ein Fisch, angepriesen bekommen, das hier ihre Abrundung findet.


Asch geht in der böhmischen Schweiz durch eine dunkle tiefe nicht feuchte, triefende, Klamm. Die Wilde Klamm, obwohl alles schattig und dunkel ist, oben ein Streifen gräulichen Wetters, und die Klamm frostige Kälte von unten hochschickt, der Saumpfad teils rutschig ist, die Klamm kann bepaddelt werden, sich der Pfad durch senkrechte überhängende Uferfelsen bohrt, einzelne Bäume sich hoch am Felsen festklammern, gebeugt und sich aufrichtend, die Stammwurzel beugt sich am Ansatz eng von schräg nach gerade oben. Hier möchte er begraben liegen, seine Asche verstreut. Am ribbeckschen Amazonas war er verzweifelt, er hatte sich verirrt, das Sterben dort war nicht richtig. Gestorben war ein anderer aus Politik und Familie. Das sind die schlimmsten. 

Katastrophen verlaufen radikal. Die Menschen fordern, was ihnen durch das globalisierte Ungleichgewicht vorenthalten wurde. Fährt ein Chinese Fahrrad? Wieder! Ohne Licht! Wir begleiten Asch auf seinem Fahrrad dorthin, er versucht den Umsturzversuch. Menschenunkraut.
Konkurrierende Arten
Sein Buch Lassalle veröffentlicht Stefan Heym 1956 programmatisch und unerlaubt in der BRD, und wird in der DDR verurteilt.

Wir sehen uns die Rede des Altersbundespräsidenten an. Was hat er gesagt. 

Massenarbeitslosigkeit: 

Massenarbeitslosigkeit, meine Damen und Herren
- das haben Ihre Eltern vor Jahren schon durchleben müssen -, zerstört
die gesamte Gesellschaft und treibt das Land in den Abgrund. 


Wieso, wieso, muss ich die Massenarbeitslosigkeit in Deutschland von landfremden Albanern. Portugiesen abwenden. Ärgert mich das. Nein, wieso sollte es. Wirtschaftsflüchtlinge par excellence, getrieben von unserer Gier. Wir hatten die Wahl bei Aldi und geilem Geiz. Ist Geiz fröhlich? Politik den unternehmerischen Menschenhändlern untertan. Die Investmentflüchtlinge sind zu wenig und zu reich, als dass man sie bemerkte. Sie kaschieren das gut, finanzieren Strauss und Konsorten und Amigos und binden das Rechtsvolk, das ist riskant, das auf dem Oktoberfest Hände verliert und 80 in den Tod reisst. Warum müssen die Importierten zu konkurrenzlos billigen Löhnen arbeiten, muss die Gesellschaft sich auflösen, weil Herde können sie. Der Fisch, Salm, soll einzelnen gegen den Strom schwimmen, im Schwarm flussab, watership down. Oder tot. Die gesellschaftsfremden Gewinnler treiben die Gesellschaft in den Abgrund. Willkommen bei der Deregulation. Der Untergangswille der Deutschen ist und bleibt unübertroffen, ... 

Als Asch nabentief im märkischen Sand neben der Spree versunken war, müßige Contemplation trieb, über die Wahl eines Bridgestone Rennrades, Bridgestone den Namen wählten die Japaner für den amerikanischen Markt, der Umwerfer um die Achse gewickelt, die Rücktrittnabe in Brand, abgekühlt, aufgequollen und blockiert, die Felge geborsten, als er Zeit hatte nachzudenken, vertiefte er sich in seinen Lieblingsspruch, weil er hier weit weg war:
"Ich habe nichts gegen Ausländer, aber ....", aber, aber, und er wußte, dass er die Lösung  hatte, königlich von Deutschland, von Täuschland, weil sie umgesetzt war. Nicht aber sondern und!

Ich habe nichts gegen Ausländer und sie sollen kommen, sie sind da .... . sie kommen auf jeden Fall. Die polnischen Assistenzärzte treten in den Hungerstreik, um ohne Geld westeuropäische Medizinstandards zu erfüllen. Vor Jahren sagte eine polnische Ärztin zu Asch, als es drunter und drüber ging, was wollen Sie, in Polen gibt es Siechenhäuser, die Assistnezärzte, Solidarität, wissen nicht, was sie nicht brauchen, denn der Nachbar will, muss, elitär expandierend, abgeben.  Der Hungerstreik ist ein ausgedehntes Fasten, sie unterschrieben Arbeitsverträge ohne Arbeitszeit, und arbeiteten sich zu Tode. Um diese Standards zu erreichen müssen die Flüchtlinge kommen, diejenigen, die es in die Hinterhofmietskaserne in Kairo geschafft haben, die Nubier, und sie kommen und sie kommen, innerlich beraubt, in Einzelteilen.
Die Kinder in Einzelteilen kommen aus Israel. Der glückliche polnische Arzt kann den wodkageschädigten Patienten auf Westniveau mit neuer Leber ausstatten, in Deutschland sind die neunzigjährigen Damen dafür rüstig.

Er schleppte sein Fahrrad auf der Schulter zum Zug und unterbrach für eine Reperatur diese Reise und setzte sie an dieser Etappe zwei Tage später fort. Feldsteinpflaster, ist es gut gelegt, ist für hunderte Kilometer ein guter Untergund. 


...was für ein grandioser Sieg des finanzierenden Kapitalismus. 

Asch dachte an seinen geliebten alten Kampfgenossen Alcofribas Nasier und berichtete ihm, dass die polnischen Assistenzärzte seine Hilfe bei Emporheben ihrer Wissenschaft auf das modernste medizinische Niveau der Vier-Säfte Theorie benötigten, dringend. In die vier Öffnungrichtungen des Menschen werden Sachen gesteckt und Säfte hineingeblasen oder herausgelassen, und was einem Riesen nicht schadet, muss für den Menschen gut sein. Der Staat kann seine Winde ohne Ende über sein Volk lassen, es ohne Ende fressen ohne sich zu vergiften, und erschöpft sich nicht, der kleine Verräter wird mit Sicherheit daran erkannt, dass er von den guten Gaben nichts verträgt, ohne sich zu vergiften, und dass er zu geizig ist entschlackend vier Literchen seines Blutes herzugeben und stirbt. Galenisch heißt das.

Der BBC-Redaktuer hackt das in die Tastatur, finanziert der Tochter Ikea-, sehnt sich nach anderen Dokumentationen (S.I. Literaturanalyse), -Schrank, geschraubt durch Todeskandidaten aus China, der DDR politische Häftlinge, kauft ihr Handy von forschen Faschistenliebhabern, Jobs, Ford, etc., Montgomery bei den Ärzten und will es loswerden, wie der Russe seine Waffe, der wird sie los nach der Wehrpflicht, er ist kaputt und er wird sie los, es sei, er wird nach Tschetschenien, Afghanistan, anonym ohne posthume Ehren in die Ukraine geschickt, und dazu hat er keine Lust mehr. Aber wer? Aber wer? Wir haben Lust, wir sind Lust und Sehnen, andächtiger Aufenthalt. Pack die Waffe in schöner unsklavischer Wehrhaftigkeit und Du wirst sie nie loslassen. Eine Schweinerei. Und in keinem katholischen Land.
Schreibt sich alles von der Seele.
Es scheint die Medikamentenqualität seit den 1970ern aus dem Ruder gelaufen, die Bank weiß, dass das ein spekulativer Markt ist, zu sein, und angesichts von Behördenwillkür die Angst vor Massenarbeitslosigkeit, die de facto kaschiert vorhanden ist, wenn man bis 30 studiert, keinen Beruf, keine Arbeit, kein Geld und keine Familie hat und sie nicht ernähren kann. Ein Generationenwechsel wie nach dem Weltkrieg 33+, also das Alter nicht 1933. 

" .. zwischen Kot und Harn geboren, ... Blut Schweiß und Wasser. (nein die Kleinen schwitzen nicht) ... Das ist des Menschen Tragik von ihr lebt alles Kunst und sie füllt die Wartezimmer der Psychiater."

"... zwischen Kot und Harn gestorben, ...  in Blut und Schweiß und Oedemen ... Das ist des Menschen Gewinn, von ihm lebt alle siechende Geldwirtschaft und füllt die Auftragsbücher der mit Sozialaufgaben betreuten Mafia."
 
Lest mehr Miljenko Jergović!
Ishiguro den Nobelpreis verleihen, fiel uns selbst ein. Als nächstes sind wir dran.

Wer wird in seinem Land mehr gehasst als unser sympathischer Anarchist, und beneidet ihn Rushdie?
Lest mehr Miljenko Jergović!

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